Parma lässt die Muskeln spielen. Der Eichgrabener Georg Parma kehrt mit einem Sieg nach Verletzungspause zurück.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 22. Juli 2020 (01:09)
Jubelt über ein tolles Comeback: Georg Parma.
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Das zweite Boulder-Event der Austria Climbing Summer Series bringt eine Sensation. Der Eichgrabener Georg Parma schafft nach einer verletzungbedingten Schaffenspause mit seinem Sieg ein eindrucksvolles Comeback! Nach einem packenden Finale setzt er sich vor dem Schweizer Sascha Lehmann durch, Jakob Schubert belegte Rang drei.

Dabei war das Finale an der mobilen WM-Wand von 2018 in der Leichtathletik-Halle in der Sillside-Area an Spannung kaum zu überbieten: „Ich musste beim letzten Boulder das Top erreichen, um den bis dahin in Führung liegenden Schweizer noch von Platz eins zu verdrängen“, scheiterte er beim ersten Versuch noch knapp, nur um sich im nächsten Anlauf zurück zu kämpfen und den Sieg mit insgesamt drei Tops zu fixieren. „Das war mental nicht einfach. Die Erleichterung war groß, dass mir das gelungen ist. Es ist pure Freude – speziell, weil ich endlich wieder zeigen konnte, was ich drauf habe.“

Der 23-Jährige feierte damit einen seiner größten Erfolge. Erinnerungen an den Staatsmeistertitel 2018 wurden wach: „Diesmal waren aber auch starke Gegner aus Deutschland und der Schweiz dabei, deshalb würde ich diesen Sieg schon höher einordnen.“

Der Erfolg kam für den ehemaligen Junioren-Europameister jedenfalls überraschend: „Ich habe mich in der Früh nicht so gut gefühlt, habe mir keinen Druck gemacht. Vielleicht war die Lockerheit der entscheidende Faktor. Generell wollte ich eigentlich mehr auf Vorstieg gehen, umso schöner ist diese Leistung im Bouldern.“

Der dreifache Weltmeister Schubert freute sich über den Sieg seines Teamkollegen und Freundes. „Taugt mir, dass Georg es erstens ins Finale geschafft hat und dieses dann so dominiert hat – das war großartig“, lobte er.