Zeit der Schmerzen. Die Dirt Run-Saison startete heuer erstmals schon im März. Der Bewerb wurde dafür wieder neu erfrischt.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 01. April 2014 (23:59)
NOEN, Foto: privat
Mehr als 200 Auto- und Traktorreifen werden den Dirt Run auch heuer wieder noch abwechslungsreicher gestalten.
Von Claus Stumpfer

Der Wildsau-Lauf in der Hellsklamm in Klammhöhe eröffnet die heurige Dirt-Run-Saison. „Die Zeit der Schmerzen und des Drecks geht am Samstag in die erste Runde“, freut sich auch Organisator und „director of pain“ Georg Melzer. Weitere Termine des dreckigsten Laufevents Österreichs folgen im Herbst. Bis dato haben 700 Läufer die Herausforderung angenommen, fiebern dem Run am 5. April entgegen.

Tiefe Gräben, Schlammlöcher und weitere Hindernisse

„Die Hellsklamm wurde nicht von ungefähr als Auftaktlocation gewählt“, erklärt Melzer. „Das 200 Hektar große Gelände im Herzen des Wienerwalds ist zerfurcht von tiefen Gräben, Schlammlöchern und steilen Abhängen“, ist das für einen Dirt Run aber noch nicht genug. Die Veranstalter haben sich natürlich wieder neue Hindernisse ausgedacht, um den Bewerb noch spannender zu gestalten.

Aus über 200 Autoreifen, zehn Tonnen Holz, tausenden Schrauben und Nägeln und insgesamt 400 Quadratmetern Netzen und Planen wurden fiese Hindernisse gebaut: Das „Große A“ etwa, eine überdimensionale Leiter, die im Laufschritt zu überwinden ist. Oder die „Spinnweben“, ein Netz, das locker gespannt im Lauf gehoben werden muss, um darunter durch zu laufen; sowie „Big Wall“, eine Wand, die es zu überklettern gilt.

"Gatsch hüpfen" auf 10 oder 20 Kilometern

So ist der Wildsau Dirt Run für jeden etwas, der nicht nur gerne in den „Gatsch hupft“, sondern dort auch gleich 10 oder 20 herausfordernde Kilometer laufen will. Jene, die es richtig ernst meinen, haben sich bereits am 22. März beim Wildsau Bootcamp unter dem wachsamen Auge eines professionellen USI-Instructors ein Bild von der Strecke und den Hindernissen ein Bild gemacht.

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Die Anzbacherin Lisi Meissl ist Topfavoritin bei den Damen, der Neulengbacher Thomas Unterhuber bei den Herren. Auch Innermanzings Sepp Ofner wird die Herausforderung auf sich nehmen.

Die Siegerehrung findet um 16 Uhr am Eventgelände statt. Nicht nur die besten Einzelkämpfer, sondern auch Teams und das kreativste Kostüm werden belohnt. Bei der After-Dirt-Run-Party mit 2000 Besuchern führt Malibu-Chef Franz Reixenartner Regie.