„Ein typischer Sarah-Lauf“. „Wenn‘s laft, dann laft‘s“, würden die Kärntner sagen. Dieser Satz trifft momentan vollkommen auf die 20-jährige Sarah List zu, die einen Stockerlplatz nach dem anderen holt.

Von Tanja Barta. Erstellt am 21. Dezember 2017 (05:00)
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Glücklich. List wurde Dritte in Flachau.

„Im ersten Durchgang habe ich mich etwas eingebremst, aber dann legte ich einen typischen ‚Sarah-Lauf‘ hin!“ Die Feistritzerin Sarah List kann noch immer nicht ganz glauben, was ihr da bei den letzten Rennen eigentlich gelungen ist.

Begonnen hat die Erfolgsserie der 20-Jährigen mit Slalom-Rennen am Pass Thurn. „Ich habe gewusst, dass ich in Top-Form bin“, so List. Dennoch hat sie beim ersten Anlauf zu viel riskiert und flog raus. Beim zweiten Rennen hingegen hat sie „einen guten Lauf erwischt“ und einen Top Ten-Platz erreicht.

Danach kam ein Riesentorlauf in Sölden, bei dem die 20-Jährige, wie sie selbst sagt, „nicht viel erwartet“ hat. „Ich habe mir am Anfang wirklich schwer getan, dann aber das Material umgestellt. So ist es besser gegangen“, freute sich das Ski-Ass des USC St. Corona. Hier konnte sie bei beiden Rennen den vierten Platz erreichen.

„Ich hab‘ Vollgas gegeben und den ein oder anderen Schnitzer eingebaut. Typisch ich!“Sarah List, Skiläuferin aus Feistritz.

Doch damit hatte die Feistritzerin noch lange nicht genug. In St. Lambrecht schwamm sie weiter auf der Erfolgswelle. „Ich habe dort schon sehr gute Erfahrungen gemacht“, so die junge Bezirkssportlerin. Den ersten Durchgang des Riesentorlaufs absolvierte sie ganz solide. „Im zweiten habe ich dann Vollgas gegeben!“, drang das Adrenalin durch die Skiläuferin. Mit einer überaus guten Zeit landete sie auf Rang drei und fuhr damit ihr bestes Ergebnis im Riesentorlauf ein.

Pause? Die gab es auch nach diesem Erfolg für Sarah List nicht. Sie hatte noch zwei weitere Slalom-Rennen in Flachau vor sich. „Das ist meine Paradedisziplin“, legte sich die 20-Jährige die Latte hoch. Im ersten Rennen bremste sie sich anfangs noch etwas ein, doch dann gelang ihr ein wahrer „Sarah-Lauf“.

„Ich hab Vollgas gegeben und den ein oder anderen Schnitzer eingebaut. Typisch ich“, muss sie schmunzeln. Doch den wohl größten Erfolg feierte List erst beim zweiten Rennen. Hier waren teilweise auch Weltcup-Läuferinnen am Start, die keine Chance gegen die Feistritzerin hatten. Sie fuhr mit Platz drei im zweiten Rennen ihr bestes Slalom-Ergebnis ein.