Fußball: Fuchs krempelte bei Schalke im Sommer die Ärmel hoch. Fuchs will sein drittes Jahr "Auf Schalke" nicht auf der Ersazubank verbringen

Erstellt am 07. August 2013 (10:40)
epa03481253 Schalke's Christian Fuchs (L) and Roman Neustaedter celebrate after winning the Champions League Group B soccer match between FC Schalke 04 and Olympiacos FC at Stadion Gelsenkirchen, Gelsenkirchen, 21 November 2012. EPA/FRISO GENTSCH
NOEN, FRISO GENTSCH (DPA)
Christian Fuchs hat in der Sommerpause die Ärmel aufgekrempelt. Nach einer durchwachsenen zweiten Saisonhälfte hat Österreichs Teamkapitän den Kampf um seinen verlorenen Stammplatz bei Schalke 04 mit vollem Elan bestritten. Vor dem Auftakt zur Jubiläumssaison der deutschen Bundesliga am Wochenende will er sein drittes Jahr "Auf Schalke" keinesfalls vornehmlich auf der Ersatzbank verbringen.

"Ich hoffe, dass ich meines dazu beigetragen habe, dass ich wieder von Anfang an spielen kann. Das ist mein absolutes Ziel und ich hoffe, ich gebe dem Trainer einen guten Grund dafür", berichtete Fuchs im Gespräch mit der APA.

Nach einem Formtief und einigen Blessuren verlor der Niederösterreicher im Frühjahr seinen Platz links in der Viererkette an Sead Kolasinac. Nachdem er zunächst in 21 der ersten 22 Runden auf dem Feld gewesen war, bestritt Fuchs danach nur noch zwei Partien von Beginn an. Sechs Mal wurde er eingewechselt.

Auch ein privater Neubeginn bei Fuchs

"Ich hatte auch die eine oder andere Verletzung. Außerdem ist es kein Geheimnis, dass sich im letzten Jahr privat einiges verändert hat. Aber ich bin jetzt wieder gefestigt", meinte der 27-Jährige rückblickend. Zum Jahresende 2012 war seine Scheidung endgültig erfolgt. Die neue Freundin ist Amerikanerin und wohnt in New York.

In den vergangenen Monaten hat sich Fuchs jedenfalls nicht hängen gelassen. Nach seinem Wechsel von Mattersburg nach Deutschland im Jahr 2008 war er sowohl bei Bochum als auch bei Mainz am linken Flügel stets unverzichtbar. Bei Schalke stand der im Juli 2011 um 3,8 Millionen geholte Fuchs nun vor einer ungewohnten sportlichen Situation. Während andere Profis in vergleichbaren Fällen für Unruhe sorgen, suchte er den Fehler aber bei sich selbst.

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Seine Anstrengungen kommen bei Verein und Trainer gut an

In den Trainingscamps in Donaueschingen und Klagenfurt gab Fuchs ordentlich Gas. Eine Einstellung, die beim Verein und Trainer Jens Keller gut ankam. "Ich bin nicht einer, der auf den Putz haut und schlechte Stimmung verbreitet. Ich bin und war immer offen für Kritik und habe dementsprechend an mir gearbeitet", sagte Fuchs. Ein Abschied aus Gelsenkirchen war kein Thema, nachdem sein Vertrag noch bis Sommer 2015 läuft. Mit der Zeit danach beschäftige er sich derzeit noch nicht.

Nächstes Ziel ist nun einmal der Liga-Start gegen den Hamburger SV am Sonntag, danach steht für Schalke auch die Qualifikation für die Champions League auf dem Programm. Die Königsblauen steigen im Rennen um die neuerliche Teilnahme an der finanziell einträglichen Eliteliga im Play-off ein.

Platz drei und Fixplatz in Champions League für Schalke laut Fuchs "absolut drin und machbar"

In der 50. Saison der deutschen Bundesliga will Schalke im Rennen um die vorderen Plätze ein Wörtchen mitreden. Die vergangene Saison beendete der Club als Vierter mit 36 Zählern Rückstand auf den übermächtigen Meister Bayern München bzw. elf auf Erzrivale Dortmund. Die beiden schärfsten Titelrivalen vergangener Jahre werden auch heuer ganz oben erwartet. Platz drei und der damit verbundene Fixplatz in der Champions League ist für Schalke laut Fuchs aber "absolut drin und machbar".

Einen neuerlichen Alleingang der in der Vorsaison alles überstrahlenden Bayern unter ihrem neuen Trainer Pep Guardiola erwartet sich Fuchs nicht. "Die Bayern haben letztes Jahr in einer eigenen Liga gespielt. Aber es bleibt abzuwarten, wie es sich in diesem Jahr entwickelt. Jedenfalls ist es eine zusätzliche Motivation für jeden, gegen eine solche Mannschaft zu spielen", meinte der rot-weiß-rote Teamkapitän.