Vollnhofer geigt auf. Das Talent aus Raach macht mit starken Leistungen und Toren auf sich aufmerksam.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 01. September 2014 (09:24)
NOEN, Mathias Schranz
Aktivposten. Stefan Vollnhofer (l.) bereitete seinem Sollenauer Gegenspieler Manfred Rottensteiner einige Probleme.

Zwei Tore, null Zähler. Auch wenn Stefan Vollnhofer gegen Sollenau einen guten Tag erwischte –  richtig freuen konnte er sich über seinen Doppelpack nicht: „Schade, dass es nicht zu einem oder drei Punkten gereicht hat.“ Coolness bewies Vollnhofer vor allem beim zweiten Treffer. In der 85. Minute zeigte der Schiedsrichter auf den Elferpunkt. Vollnhofer schnappte sich die Kugel. „Da reicht ein kurzer Augenkontakt mit dem Trainer. Wer sich gut fühlt, darf schießen“, so der Youngster.

Bei Sollenau stellte sich ebenfalls ein Kicker aus dem Bezirk Neunkirchen ein: Der Scheiblingkirchner Matthias Linder machte das wichtige 3:1.

"Will den Sprung zu den Profis schaffen"

Mit seinen Mattersburger Amateuren kommt Vollnhofer nicht in die Gänge. „Wir trainieren im Moment eigentlich sehr gut, und im Match laufen dann Kleinigkeiten gegen uns. Wir haben 15 Minuten verschlafen, das wird gegen eine routinierte Mannschaft leider gleich bestraft. Im Falle vom Sollenau-Match gleich mit drei Gegentoren“, analysiert der Ex-Kirchberg-Kicker. Allerdings hat er mit den Burgenländern viel vor: „Es ist noch einiges drin. Wir können jetzt genauso eine Siegesserie starten. Die Liga ist einfach sehr stark und ausgeglichen.“ Persönlich will der Youngster voll angreifen: „Ich will wieder einen Schritt machen, mich weiterentwickeln und den Sprung zu den Profis schaffen.“

Der Bursche aus Raach am Hochgebirge machte seine ersten fußballerischen Gehversuche beim USV Kirchberg. Gloggnitz sicherte sich die Dienste des Youngsters – von dort schaffte er dann den Sprung zu den Mattersburgern. Vor zwei Wochen war er erstmals bei den Profis.


Hintergrund

  • Stefan Vollnhofer: Der Blondschopf aus Raach kickte zuerst bei Kirchberg. Im Juni 2011 wechselt er zur SV Gloggnitz. Ein Jahr später klopfte Mattersburg an. Über die Nachwuchsabteilung und die Amateurmannschaft will er sich für die Profi-Mannschaft empfehlen.

  • Sein Trainer: Heinz Griesmayer, der Fußball-Professor aus Wiener Neustadt coacht die Mattersburg Amateure, war zuvor unter anderem bei Wiener Neustadt.

  • Bezirksconnection: Stefan Vollnhofer kann sich beim SV Mattersburg fast wie zu Hause fühlen. Mit dem Gloggnitzer Thorsten Röcher, dem Scheiblingkirchner Christian Ressler, dem Kirschlager und Ex-Scheiblinger Mike Steiner, dem Kirchberger Markus Ehrenhöfer und dem Lichtenegger Alois Höller baut Mattersburg auf die Burschen aus der Region.