Tina Zeltner rockte Weltcup. Aushängeschild des JC Wimpassing Sparkasse war in Minsk die große Überraschung. Nach einem Kampf in der Hoffnungsrunde konnte sie noch die Bronzemedaille ergattern.

Erstellt am 21. August 2018 (03:10)
JCW/Fiedler
Jubel. Tina Zeltner konnte in Minsk ihre bereits elfte Weltcup-Medaille ergattern.

Wenn man die Leistungskurve von Tina Zeltner momentan beobachtet, dann ist eines klar – es geht immer weiter und weiter bergauf! Beim Weltcup in Minsk konnte die JC Wimpassing-Sportlerin ihre elfte Medaille holen.

Dafür, dass Zeltner erst im Februar ihr Comeback – sie machte eine zweieinhalbjährige Pause – hinlegte, ist sie nach wenigen Monaten wieder an der Weltspitze angelangt. Nach einer Silbermedaille beim Weltcup in Rom, Bronze beim Weltcup in Warschau und einem Top Ten-Platz bei der Europameisterschaft in Tel Aviv, konnte sie mit Rang drei in Minsk nun wieder aufhorchen lassen.

Nach einem Freilos in der ersten Runde musste Zeltner (bis 63 Kilogramm) gegen die Italienerin Centracchio auf die Matte – und dieser Kampf hatte es in sich. Nach nur zwei Minuten beendet die Wimpassingerin den Kampf mit Ippon. Somit stand sie auch schon im Poolfinale, wo sie auf die Dänin Laerke Olsen traf. Sie wurde als Nummer vier des Turniers gesetzt und war daher nicht zu unterschätzen. Zeltner misslang beim Kampf eine Selbstfalltechnik, die aufs Konto der Dänin ging. Olsen holte am Ende die Silbermedaille.

In der Trostrunde konnte die Wimpassingerin aber noch einmal ihre Kräfte ausspielen. Doch leicht gemacht wurde ihr es nicht gerade. Ihr gegenüber stand keine Geringere als die Polin Karolina Talach, Nummer eins des Turniers. Zeltner bewies nicht nur körperliche, sondern auch Nervenstärke und beendete den Kampf erneut nach zwei Minuten mit einem Ipponwurf. Nun trennte sie nur noch ein Sieg von der Bronzemedaille. Und auch diesen konnte sie innerhalb von zwei Minuten für sich entscheiden.