Für Reiter und Fara geht es jetzt um alles. Wenn Olympia 2021 über die Bühne geht, wäre Topjudoka Michaela Polleres so gut wie fix qualifiziert. Für Lukas Reiter und Aaron Fara ist punkten Pflicht. Jeder Zähler ist goldwert.

Von Julian Widermann. Erstellt am 27. Januar 2021 (01:12)
Optimistisch. Lukas Reiter war mit seiner Entwicklung zuletzt zufrieden und glaubt noch an eine Teilnahme in Japan.
Oliver Sellner

Stand jetzt werden die Olympischen Sommerspiele 2021 laut der japanischen Regierung sowie dem Internationalen Olympischen Komitee stattfinden. Obwohl die Situation diesbezüglich aber dennoch ungewiss ist, arbeiten die Spitzenkämpfer des JC Wimpassing intensiv auf die Teilnahme hin, denn die ersten Grand Slams und „Punktekatapulte“ für die Qualifikation stehen demnächst an.

Sollte alles wie geplant ablaufen, würde 2021 allen Judo-Fans ganz besonders in Erinnerung bleiben. Denn niemals zuvor fanden in einem Jahr eine Europa- bzw. Weltmeisterschaft sowie auch noch die Olympischen Spiele statt. Während die EM in Lissabon für April angesetzt ist, steigt die Olympia-Generalprobe der Créme de la Créme im Juni in Budapest. Auch werden heuer fünf Grand Slams zu absolvieren sein. Diese Bewerbe werden insbesondere für Fara und Reiter elementar wichtig sein, weil dort besonders viele Punkte für Japan gesammelt werden können. „Körperlich und judotechnisch konnte ich mich zuletzt stark weiterentwickeln. Die Quali für Olympia möchte ich unbedingt schaffen. Daher heißt es jetzt dranbleiben und meine Stärken weiter ausbauen. Ich bin für 2021 optimistisch und weiß, dass ich jeden schlagen kann“, so Lukas Reiter, der im Olympia-Ranking (bis 73 Kilogramm) auf Rang 44 liegt.

Für eine fixe Teilnahme müsste er auf Platz 18 sein. Koloss Aaron Fara (bis 100 kg) befindet sich auf Rang 37 -– Landsmann Laurin Böhler ist knapp vor ihm. Jedoch kann sich pro Gewichtsklasse und Land nur einer fix qualifizieren. „Ich habe jetzt noch einige Turniere vor mir, wo ich mein Bestes geben werde. Wenn ich dort gute Leistungen bringe und auch vor dem Böhler lande, kann ich wirklich sagen, dass ich es verdient habe dabei zu sein, aber auch wenn nicht – kein Problem“, macht sich Fara keinen Druck.

Michi Polleres (bis 70 kg), mit Platz sieben eigentlich so gut wie fix dabei, möchte weiter angreifen: „Mein Ziel sind Medaillen bei Olympia, den Grand Slams sowie der WM. Der Druck wird natürlich immer größer, aber ich versuche, das auszublenden und das Beste im Kampf zu geben!“