Gold zum Greifen nahe. In der Klasse bis 70 Kilogramm hatte sie die Goldmedaille schon fast in den Händen. Eine starke Russin verdrängt das Judotalent aus dem Bezirk aber dann doch auf Rang zwei.

Erstellt am 19. September 2017 (03:52)
NOEN, zVg
Jubel. Vereinstrainer Adi Zeltner könnte nicht stolzer auf den Schützling des JC Wimpassing Sparkasse, Michi Polleres, sein.

Sie schafft es immer wieder, andere mit ihren Leistungen zu begeistern. Michaela Polleres vom JC Wimpassing Sparkasse war bei den U21-Europameisterschaften in Slowenien nahezu eine Klasse für sich. Als Nummer eins gesetzte Teilnehmerin war die Hoffnung auf eine Medaille beim österreichischen Nationalteam groß.

Der Nachwuchsjudoka brauchte nicht einmal mit der Wimper zu zucken und hatte seine drei Siege schon im Gepäck. Ohne Niederlage zog Polleres ins Finale der Europameisterschaften ein. Besonders sehenswert bei diesen Kämpfen war eine Aushebetechnik, die sie gegen ihre zweite Konkurrentin anwenden konnte.

„Ich bin sehr zufrieden mit Michi“

Im großen Finale stand die Bezirkssportlerin einer Russin gegenüber. Diese war für den Judoka des JC Wimpassing keine leichte Gegnerin. Die Kämpferin aus dem Osten konnte sich bereits bei den U18-Europameisterschaften den Titel sichern und landete bei der Weltmeisterschaft auf Platz drei. Doch Polleres konnte mit der starken Gegnerin relativ lange mithalten. Schlussendlich wurde sie aber von der Russin ausgekontert und gewann eine Silbermedaille.

Dass sie im Finale „gescheitert“ ist, trübte die Stimmung der Neunkirchnerin aber nicht. Für die Damen des österreichischen Judoverbandes ist genau dieser zweite Platz das beste Ergebnis der gesamten Europameisterschaft. Und für Michi Polleres ein weiterer Triumph in ihrer Siegesliste. Bereits bei der U18-Europameisterschaft landete sie auf Rang zwei.

„Ich bin sehr zufrieden mit Michi. Im Finale war die Russin einen Tick besser“, gibt es auch von Damen-Bundestrainer Marko Spittka Lob für die tolle Leistung.