Noch viele Fragezeichen beim JC Wimpassing. Die Wimpassinger Judokas stehen vor schwierigen Zeiten und müssen sich aufgrund der aktuellen Lage auf alles gefasst machen. Grand Slam in Budapest wäre nächstes Highlight.

Von Julian Widermann. Erstellt am 23. September 2020 (01:12)
Sehnsucht. Im August konnte sich Lukas Reiter gegen Deutschland endlich wieder beweisen.
GEPA Pictures/Philipp Brem

Es sind aktuell turbulente Zeiten für die Judokas des JC Wimpassing. Monatelang konnten sie weder trainieren noch Wettkämpfe austragen. Trainingseinheiten dürfen erst wieder seit Anfang Juli unter schärfsten Auflagen erfolgen. Ende August konnten die Bezirksathleten ihre Judokünste nach einer gefühlten Ewigkeit im Rahmen eines Länderkampfes gegen Deutschland endlich wieder unter Beweis stellen. Ob und wie prestigeträchtige Events wie ein Grand Slam in Zukunft stattfinden werden, steht noch in den Sternen.

Von 18. bis. 20. September hätte der Grand Prix in Zagreb über die Bühne gehen sollen. Aufgrund der aktuellen Situation entschied sich die IJF (International Judo Federation) jedoch dafür, das Ereignis abzusagen. Stand jetzt sollen immerhin Mitte Oktober die Staatsmeisterschaften der Frauen und Männer in Oberwart stattfinden. Von Wimpassinger Seite würden alle Top-Kämpfer antreten: Michaela Polleres, Aaron Fara, Lukas Reiter, Lisa Grabner sowie Marlene Hunger.

Ende Oktober soll auch der Grand Slam in Budapest ausgetragen werden. Ob dabei Punkte für die verschobenen Olympischen Spiele sowie die Weltrangliste vergeben werden, ist auch noch nicht sicher. Wenn nämlich auch nur ein Land eines teilnehmenden Kämpfers die Ausreisebestimmungen derart handhabt, dass eine Reise nach Ungarn unmöglich wäre bzw. Ungarn bestimmten Athleten eine Einreise untersagt, würde um keine Punkte, sondern nur mehr um Preisgeld gekämpft werden. Dies würde Polleres, Fara und Reiter betreffen. „Wir werden auch diese schwierige Situation schaffen“, gibt sich Trainer Adi Zeltner kämpferisch.

Außerdem soll im März 2021 wieder die Judo-Bundesliga losgehen. Während die Damen Titelverteidigerinnen im Oberhaus sind, würden die Herren nach dem freiwilligen einjährigen Rückzug 2019 aus Liga eins wieder in Liga zwei starten. Wobei der sogenannte Rückzug relativ zu sehen ist, weil 2020 ohnehin kein Ligabetrieb bestand.