JC Wimpassing: Fokus auf Olympia. Der Trainer des JC Wimpassing Adi Zeltner zieht Bilanz über das wechselhafte Jahr 2019 und verschafft einen Einblick in die kommenden Ziele und Herausforderungen des Vereins.

Von Julian Widermann. Erstellt am 14. Januar 2020 (02:25)
Siegespose. Michaela Polleres gewann beim Grand Prix in Zagreb Bronze und befindet sich momentan im Olympia-Ranking auf dem vierten Platz damit auf Kurs nach Japan.
C. Fidler

Der JC Wimpassing hat ein turbulentes Jahr hinter sich, mit vielen Höhen und Tiefen. Dem infrastrukturell und finanziell bescheiden ausgestatteten Klub gelang es einerseits seine Topathleten im Rennen um die Olympischen Spiele 2020 in Tokio zu behalten. Andererseits war der Ausstieg des Herren-Teams aus der 1. Bundesliga ein Paukenschlag mit dem nur Insider gerechnet hätten. Trainer Adi Zeltner ließ das intensive Jahr Revue passieren....

„Wir sind ein kleiner Klub, aber trotzdem immer vorne dabei und das ist nicht normal. Es ist etwas ganz Besonderes.“ Als Beispiel bleibt diesbezüglich die Titelverteidigung in der 1. Bundesliga der Damen in Erinnerung. Polleres und Co. gewannen all ihre drei Begegnungen sowie auch das Finale gegen Vizemeister Team Wien. „Die erneute Titelverteidiung ist ganz klar unser Ziel“, stellt Coach Zeltner für 2020 unentwegt fest. Weniger zu feiern gab es dagegen für die Herren. Da musste man sich, wie auch schon im Vorjahr, dem momentan übermächtigen Serienmeister Galaxy Judotigers im „Final4“ beugen.

"Unsere große Zukunft ist die Jugend"

Die einzigen Spitzenathleten Aaron Fara und Lukas Reiter fehlten damals verletzungsbedingt. Die Doppelbelastung Verein und Nationalteam bleibt eben nicht ohne Folgen. Deshalb hat Zeltner auch schon eine Devise für 2020: „Der Fokus für Fara und Reiter liegt voll auf Olympia. Die haben noch Chancen dabei zu sein. Außerdem ist für uns als kleiner Verein unsere große Zukunft die Jugend. Das Dreieck Eltern-Verein-Kinder spielt hier eine besondere Rolle.“

So sollen also die Topjudoka von morgen entstehen. Hinzu kommt auch noch, dass sich der JCW zumindest für 2020 aus der Liga zurückzieht. Ein Großteil der Amateure ist selbstständig bzw. steht kurz vor der Masterarbeit. Und Geld für Legionäre steht nicht zur Verfügung. Eine Rückkehr, welche nur über die Landesliga möglich wäre, ist Stand jetzt ungewiss.

Fix qualifiziert für Olympia 2020 ist seit langer Zeit Michaela Polleres (Rang vier). Zeltner ist sich da im Speziellen einer Herausforderung für 2020 bewusst: „Es muss uns gelingen, in Wimpassing weiterhin Bedingungen zu schaffen, die dafür sorgen, dass Michi ausreichend gefordert wird!“