Judoka zurück im Kampfmodus. Ab heute, Mittwoch, trainiert Wimpassing mit Kontakt. Polleres und Co. auf Trainingslager.

Von Julian Widermann. Erstellt am 01. Juli 2020 (02:35)
Ab heute darf Michaela Polleres (oben) auf der Judomatte wieder richtig Gas geben. Wettkämpfe wird es wohl erst im September geben, Olympia gibt‘s ohnehin erst 2021.
APA/ Kudryavtsev

Es geht endlich wieder los für den Judoclub Wimpassing. Nach knapp viermonatiger Ungewissheit steht nun fest, dass ab heute, Mittwoch, Kontaktsportarten wie Judo wieder ausgeübt werden dürfen. Der abrupte Abbruch sämtlicher Bewerbe und das Verbot von Trainingseinheiten im Team Mitte März stellte das Leben der Bezirks-Judoka auf den Kopf. Die Euphorie im Wimpassinger Judolager kennt nach den Lockerungen keine Grenzen. Strenge Hygienemaßnahmen sind aber weiterhin zu beachten.

„Einfach nur super, dass wir jetzt endlich wieder Judo ausüben können. Diese lange Zeit ohne Judo war sehr eigenartig.“ Michaela Polleres

„Wir alle freuen uns riesig, wieder Judo machen zu dürfen – wenn wir mit unseren Füßen die Matte berühren und mit unseren Händen den Kimono (japanisches Kleidungsstück, das durch einen Gürtel zusammengehalten wird) unseres Gegenübers fühlen, ist es, wie wenn ein Fisch wieder ins Wasser darf“, beschreibt Coach Adi Zeltner. Heute und am morgigen Donnerstag startet Zeltner mit seinen Schülern ins Training. Die Top-Athleten des JCW, allen voran Olympiastarterin Michaela Polleres sowie auch Lukas Reiter, Aaron Fara, Marlene Hunger und Lisa Grabner, starten zeitgleich mit dem Nationalteam in Mittersill.

Bei den Trainingseinheiten ist darauf zu achten, dass vor Beginn kontaktlos Fieber gemessen wird und dass nach den Übungen die Matten desinfiziert werden. Bei Polleres ist die Erleichterung groß, dass das Kontakttraining wieder starten kann. Die letzten Monate waren eine ziemliche Herausforderung: „Es ist einfach nur super, dass wir jetzt endlich wieder Judo ausüben können. Diese lange Zeit ohne Judo war schon sehr eigenartig. In der Corona-Zeit war ich sehr viel laufen, um meine Ausdauer zu verbessern. Außerdem konnte ich mich mit Workouts gut fit halten. Anfangs war das auch noch alles ganz passabel, aber mit der Zeit merkt man schon, dass die Trainingslager und Wettkämpfe einem fehlen“, so die Kampfsportlerin, die hofft, im September (beim Grand Prix von Zagreb) die Wettkampfmatte zu betreten.