Schwieriges Unterfangen für den JC Wimpassing. Bei den Europameisterschaften in Tschechien und Kroatien stellte der JC Wimpassing fünf Athleten. Diese taten sich jedoch sehr schwer und konnten keine Medaille gewinnen.

Von Julian Widermann. Erstellt am 25. November 2020 (02:12)
Rückschlag weggesteckt: Nachdem Marlene Hunger (rechts) in der U21 in Runde eins ausschied, gelang ihr in der U23 Rang sieben.
C. Polleres

Die Europameisterschaften in Prag und Porec fanden unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Gleich drei PCR-Tests im Vorfeld waren nötig, damit die Wimpassinger Judokas überhaupt auf Medaillenjagd gehen konnten. Anschließend auf der Kampfmatte mussten die Wimpassinger alles aus sich herausholen, um nicht schon frühzeitig auszuscheiden. Sogar Topstar Michaela Polleres geriet ordentlich ins Wanken.

Polleres (23) hatte in der Allgemeinen Klasse der EM als Weltranglisten-Vierte natürlich den Anspruch, eine Medaille zu holen. Daraus wurde aber nichts. Bereit zum Auftakt fand die 23-Jährige gegen Slowenin Anka Pogacnik (Weltrangliste Nr. 39) kaum Zugriff und verlor überraschenderweise. Auch der Fast-100-Kilogramm-Hüne Aaron Fara unterlag in seinem ersten Kampf. Der Aserbaidschaner und Vize-Olympia-Sieger Elmar Gasimov war noch eine Nummer zu groß für den Wimpassinger Koloss, der in der Weltrangliste vor dem Kampf auf Rang 36 war. Als einziger Lichtblick in der Allgemeinen Klasse erwies sich Lukas Reiter. Dieser besiegte nach einem Freilos in der zweiten Runde den Ukrainer Artem Khomula. Anschließend bekam er es mit dem Brocken und Weltranglisten-Fünften Bilal Ciloglu zutun. Reiter, vor dem Turnier auf Platz 45, bezwang den Türken überraschend mit einem Abtauch-Schulterwurf. „Das war eine Weltklasseleistung“, lobte Coach Adi Zeltner seinen Schützling. Nach einem weiteren Sieg unterlag Reiter schließlich dem schwedischen EM-Sieger von 2019 Tommy Macias und holte sich Rang sieben.

In Porec schieden Marlene Hunger und Lisa Grabner bei der U21-EM schon in Runde eins aus. Später steigerte sich Hunger und wurde Siebente der U23-EM. Grabner lieferte sich ein enges Duell gegen die Türkin Ozerler, scheiterte in der Verlängerung und verpasste einen Platz unter den besten Acht.