Junge Talente am Weg zum Judostar. Der Austrian-Cup in Vöcklabruck stellte die Topstars des Judoclubs Wimpassing von Morgen in ein neues Licht. Lisa Grabner eifert ihren Vorbildern wie Polleres unlängst nach.

Von Julian Widermann. Erstellt am 12. März 2019 (01:21)
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Glorreich. Marlene Hunger, Lisa Grabner und Mario Buchebner waren beim Austrian-Cup allesamt sehr erfolgreich.

Effiziente Jugendarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg – so lautet die Devise des JC Wimpassing. In der Schmiede reiften bereits Athleten wie Michaela Polleres oder auch Aaron Fara zu Weltstars heran. Marlene Hunger, Mario Buchebner bzw. das Juwel Lisa Grabner befinden sich auf ähnlichen Fährten. Beim Austrian-Cup gewannen beide Damen Gold und Buchebner Silber.

„Ich habe einfach nicht zu viel nachgedacht und versucht, mein Bestes zu geben. Das hat dann auch sehr gut funktioniert“, kommentierte Lisa Grabner ihre Leistung in Vöcklabruck lakonisch. Der Schein trügt, denn immerhin wetteiferten 452 Teilnehmer verbissen um eine Medaille. Grabner ist derzeit 18 Jahre alt und sie trat in der U21 an.

„Ich habe einfach nicht zu viel nachgedacht und versucht, mein Bestes zu geben. Das hat dann auch sehr gut funktioniert“Lisa Grabner

Eine sehr große Herausforderung. Da sie jedoch in niedrigeren Altersklassen nach Belieben ihrer Gegnerinnen dominierte, wurde die Versetzung in eine höhere Stufe letztes Jahr vollzogen. Dass der Schritt der richtige war, zeigte sie abermals. Weder Marlene Emeder, noch Franziska Kaiser konnten der Wimpassingerin etwas anhaben. Die „Modellathletin“, wie sie Coach Adi Zeltner schon öfters betitelte, besticht durch ihr herausragendes Gespür blitzschnell, die richtigen Griffe und Manöver einzuleiten. Diese Raffinesse bescherte dem Juwel die Goldmedaille.

Ähnlich wie auch Michaela Polleres und Tina Zeltner, ihre beiden Vorbilder: „Ich würde schon sagen, dass sie meine Vorbilder sind. Das, was sie erreicht haben, ist sehr beeindruckend“, schwärmt Grabner von den beiden Weltstars der Judoszene. Sollte die 18-Jährige weiterhin hart an sich selbst arbeiten, dürfte man in Zukunft noch viel von ihr hören.

Nicht viel weniger erfolgreich zeigte sich Marlene Hunger, gleichermaßen in der U21. Sie blieb gegen Miriam Pfeifenberger und Tina Neuhauser ungeschlagen und sicherte sich Platz eins. Bei den Herren absolvierte Mario Buchebner seine Vorrundenkämpfe problemlos. Im Finale erwartete ihn Thomas Scharfetter vom ESV Sanjidno. Im Endspurt fehlte dann die letzte Durchschlagskraft. Der Wimpassinger rangierte daher auf Platz zwei. Wertvolle Erfahrungen konnten Niklas Weitzbauer und Niklas Vrana in der U16 machen. Es war das erste Jahr für die beiden in der neuen Altersklasse. Mit jeweils zwei Siegen und zwei Niederlagen schieden die Neuankömmlinge im Endeffekt vorzeitig aus dem Turniergeschehen aus.