Wimpassingerin als einzige Judoka in Baku platziert. Ein fünfter Rang sprang beim Judo Grand Slam in Aserbaidschan heraus.

Von NÖNat Online-Team. Erstellt am 12. Mai 2019 (14:13)
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Aaron Fara

Baku in Aserbaidschan war Austragungsort des letzten Grand Slam in der 1. Hälfte der laufenden Olympia-Qualifikation für Tokio 2020, wo alle bisherigen Ergebnisse in ihrer Wertigkeit zu 50% in der Olympia-Qualifikation angerechnet werden.

Michaela Polleres war in der Klasse bis 70kg auch bei diesem Top-Event als Weltrangliste Nr. 7 gesetzt. Sie hatte dadurch zum Auftakt ein Freilos. In Runde 2 konnte sie die Portugiesin Barbara Timo, zuletzt Dritte des heurigen Grand Slam in Paris, klar mit Halbpunkt für Konterwurf besiegen.
Im Poolfinale gegen die Deutsche Miriam Butkereit musste Polleres in die Golden Score Überzeit, in der sie diesen Kampf mit Aushebetechnik abermals klar für sich entscheiden konnte.
Im Halbfinale gegen die favorisierte Schwedin Anna Bernholm unterlag die Bezirkssportlerin überraschend früh durch einen Beinfeger.

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Michi Polleres

Im abschließenden Bronzekampf kam es zum erneuten Aufeinandertreffen mit der Britin Gemma Howell.
„Die Britin liegt Michi von der Kampfesanlage leider gar nicht“ wusste Trainer Adi Zeltner bereits im Vorfeld über die Schwierigkeit dieses Fights Bescheid. Ein geschickter Konter der Engländerin gleich in der ersten Kampfminute entschied dann diesen Kampf. Polleres konnte zwar zum Schluss hin noch gehörig Druck machen und dabei zwei Bestrafungen für Howell erzwingen, musste sich aber schließlich mit dem 5. Rang zufriedengeben. Es ist das einzige Topergebnis aus österreichischer Sicht in Baku.

80 Olympiapunkte für Fara

Aaron Fara konnte nach einem Freilos in Runde 2 seinen Konkurrenten Luca Kunszabo aus Rou bereits nach 30 Kampfsekunden mit seiner speziellen Aushebetechnik „Adler“ mit Ippon bezwingen.

Im Achtelfinale gegen den aktuellen Asienmeister und zugleich WM-Dritten Otgonbaatar Lkhagvasuren konnte der Wimpassinger bis zur Halbzeit den Kampf völlig offenhalten. Dann setzte sich jedoch der  topgesetzte Mongole mittels Schulterwurf und anschließendem Festhaltegriff durch.

Fara zeigte eine gute Kampfleistung und konnte immerhin 160 Weltranglistenpunkte, sowie wichtige 80 Olympiapunkte mit nach Hause nehmen.

Michaela Polleres erhielt für ihren starken 5. Rang sogar 360 Weltranglistenpunkte, sowie 180 Olympiapunkte gutgeschrieben.

Die drei Wimpassinger Judo-Asse Michaela Polleres, Aaron Fara und auch Lukas Reiter werden Österreich auch bei den kommenden European Games im Juni in Minsk vertreten. Gleich danach beginnt die heiße, abschließende Phase der 100%-Wettkämpfe in der Olympia-Qualifikation für Tokio 2020.