Puchberg am Schneeberg

Erstellt am 28. Dezember 2016, 05:00

von Franz Amschl

In 119 Tagen zu Fuß durch die Alpen. Der Puchberger Ultraläufer Matthias Kodym machte sich auf den Weg, um die Alpen innerhalb von vier Monaten zu Fuß zu durchqueren.

Zu Fuß um die Welt. Das ist das Motto von Ultraläufer und Weitwanderer Matthias Kodym. Im Sommer durchquerte der Puchberger in vier Monaten alle drei Alpenwege.  |  privat

Mathias Kodym, wohnhaft in Puchberg am Schneeberg, ist mittlerweile in der Trailszene kein unbeschriebenes Blatt. Seine Projekte führten ihn bereits in weite Teile des Erdballs, vergangenen Sommer widmete er sich den heimischen Gefilden.

Über 3000 km in 119 Tagen

Insgesamt 119 Tage dauerte die Durchwanderung aller drei Alpenwege – und er legte dabei im Schnitt über 3000 km zu Fuß zurück. Vollkommen auf sich allein gestellt, ohne Begleitfahrzeug, Team oder sonstige Unterstützung, ausgerüstet nur mit dem Notwendigsten führte ihn sein Weg von Bozen über das Nassfeld nach Bad Radkersburg, vom Hochwechsel quer durch Österreich nach Feldkirch und über den Nordalpenweg retour nach Perchtoldsdorf.

„Die Idee, die drei Alpenwege zu kombinieren und dabei eine Weitwanderung direkt vor der Haustür zu beginnen, kam mir bei einer Tour, die direkt an meinem Wohnort vorbeiführte.“ Neben der körperlichen Belastungsfähigkeit erfordert das Weitwandern auch mentale Stärke. „Weitwandern bedeutet, auch einer gewissen Monotonie ausgesetzt zu sein: Laufen-Essen-Schlafen, bis man am Ende hoffentlich das Ziel erreicht hat. Es ist nicht immer einfach, bei der Sache zu bleiben“, so Kodym, der mittlerweile seit über fünf Jahren bevorzugt zu Fuß unterwegs ist.

"Bin einfach gerne zu Fuß unterwegs"

„In erster Linie bin ich einfach gerne zu Fuß unterwegs, es ist die von mir bevorzugte Art des Reisens. Ich liebe es, den Tag woanders zu beenden als er begonnen hat, früh morgens im ersten Licht des Tages bereits auf den Beinen zu sein, die Neugierde, nicht zu wissen, was hinter der nächsten Kurve ist, kurz anzuhalten, um zu beobachten oder ein interessantes Gespräch zwischendurch, mit dem man nicht rechnet. Es gibt nichts Schöneres, als neue Gegenden aus eigener Kraft zu erreichen und zu erleben“, hat er auch in Zukunft noch viele Kilometer zu Fuß vor sich. Im Jahr 2017 wird er wieder die „100 Miles of Istria“ in Angriff nehmen.