Die Vernunft siegte. Der 22-jährige Rallye-Pilot Luca Waldherr muss seinen Kindheitstraum aus finanziellen Gründen für diese Saison beenden.

Von Norbert Riegler. Erstellt am 27. September 2016 (05:48)
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„We were here for a good time, but not for a long time“, Mit diesen Sätzen beendete Luca Waldherr die Saison in der Österreischen Rallye-Meisterschaft. Immer wieder wies Waldherr darauf hin, wie schwierig es aus finanzieller Sicht im Rallye-Sport sei. Nun hat bei ihm die Vernunft gesiegt und gleichzeitig löst sich ein Kindheitstraum in Rauch auf.- Der Ausstieg aus der ÖRM ist Gewissheit.

Zwei Rallyes vor dem Saisonende, auf Platz zwei der Junioren-Meisterschaft und Platz 15 in der Gesamtwertung, wirft Waldherr nun das Handtuch. „Es war leider absehbar. Wir haben es immer wieder mit Ach und Krach zusammengebracht und es von Rallye zu Rallye versucht. Mir sind leider in der Mitte der Saison zwei Sponsoren abgesprungen. Ich habe immer eigenes Geld dafür in die Hand genommen, es ist immer daran hängengeblieben. Es ist nur ein Hobby und ich kann nicht alles dafür ausgeben.

Bugdet für nächste Saison

Irgendwann muss sich die Vernunft durchsetzen. Man kann das mir jetzt glauben oder nicht mein Weg ist noch steiniger als von vielen anderen jungen Burschen. Denn Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für Minute, fehlt mir der Rat, die Hilfe und die Liebe meines Vaters. “, sieht Luca Waldherr ein, dass es so nicht weitergehen kann und trauert seinem früh verstorbenen Vater (Anm. Vize-Rallye-Staatsmeister 2010) nach.

Für die nächste Saison ist Waldherr jedoch schon dabei, ein Bugdet aufzustellen. „Jetzt heißt es wieder Sponsoren sammeln für die nächste Saison. Wir wollen es schaffen, die ganze Saison durchzufahren“, ist Waldherr entschlossen nächstes Jahr wieder zu starten.