Judo: Aaron Fara wieder daheim. Zwei Jahre kämpfte Aaron Fara für Perchtoldsdorf. Nun kehrt der 20-jährige heim, wird zukünftig für Wimpassing auf die Matte steigen.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 29. August 2017 (05:00)
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Breite Brust. Aaron Fara befindet sich derzeit in Hochform.

Die letzten Tage waren für Aaron Fara turbulent. Zuerst platzt der Traum der Judo-WM. Beim Training mit der Nationalmannschaft verletzte sich Fara an Seitenband und Meniskus. „Ich hatte eigentlich Glück, aber ich muss mindestens sechs Wochen Pause machen“, erzählt Fara.

Dann platzt die Transferbombe. Fara wird Perchtoldsdorf verlassen und zu Wimpassing zurückkehren. Mit den Tigers eroberte Fara in zwei Jahren zwei Meistertitel. Nun kehrt er zu seinen sportlichen Wurzeln zurück: „Wir hatten zwei Jahre eine sehr gute und erfolgreiche Zeit, aber es passt jetzt einfach nicht mehr. Mit meinem alten Trainer Adi Zeltner, glaube ich, gibt es mehr Chancen nach ganz oben zu kommen.“

Unter Wimpassing-Trainer Zeltner unternahm Fara die ersten Gehversuche auf der Judomatte. Der Coach zu der Rückkehr „seines Jungen“: „Er ist damals ja nur gegangen, weil ihm versprochen wurde, dass er in Wien profihaft trainieren kann. Das war dann aber alles nicht so. Es hat jetzt auch zwischenmenschlich, glaube ich, nicht mehr gepasst“, freut sich Zeltner, nun einen der zwei besten rot-weiß-roten Kämpfer in der Gewichtsklasse bis 100 Kilo in seinen Reihen zu haben.

Faras Wechsel kam für Zeltner aber nicht wirklich überraschend: „Als wir gegen Perchtoldsdorf letztes Jahr das Bundesliga-Finale verloren haben, hat er sich mit der ganzen Mannschaft zusammengesetzt und ihnen erklärt, warum er gegangen ist. Das war für mich schon ein Zeichen, dass er bald heimkommen wird.“

Auf ein Bundesliga-Comeback Faras werden die Fans der Violetts aber noch bis zur nächsten Saison warten müssen. „Er hat in Perchtoldsdorf zu viel gekämpft. Wir machen jetzt einen gescheiten Aufbau für die Junioren-WM Mitte Oktober“, gibt Zeltner Einblick.