Erstellt am 10. Januar 2017, 03:01

von Tanja Barta

Ronja Gausterer ist wieder auf der Piste. Nach 401 Tagen Wettkampfpause meldete sich das Nachwuchstalent des WSV Semmering wieder zurück.

Kampfgeist. Dieser war bei Ronja Gausterer definitiv vorhanden. Nach einer mehr als einjährigen Pause holte sie gleich auf Anhieb eine Goldmedaille.  |  privat

Es war ein harter Kampf. Doch so schnell hat das junge Skitalent aus dem Bezirk nicht aufgegeben. Ronja Gausterer stand nach ihrer Verletzung wieder zum ersten Mal auf Skiern.

401 Tage Stillstand. Für viele eine absolute Katastrophe – für Ronja Gausterer die reinste Qual. Eine schwere Verletzung hat das Nachwuchstalent des WSV Semmering gezwungen, eine Pause einzulegen. Hartes Training, viel Disziplin und auch viel geistliche Kraft haben Gausterer wieder dort hingebracht, wo sie vor genau 401 Tagen aufgehört hat. Nach mehreren Monaten ohne Ski, kam die Sportlerin des WSV im August letzten Jahres nach Monaten wieder in Berührung mit Schnee. „Sie durfte dann erstmals wieder ein bisschen fahren“, freut sich Mutter Iris Gausterer.

„Nach nur fünf Einheiten durfte sie wieder mit ihren Schulkollegen am Gletscher mittrainieren!“

Iris Gausterer über Tochter Ronja

Auch für sie war das Comeback ihrer Tochter anstrengend. Woche für Woche sind sie auf den Mölltaler oder Hintertuxer Gletscher gefahren, damit die junge Skisportlerin dort ihre Trainingseinheiten im Schnee absolvieren konnte. Doch der Zeitaufwand und das harte Training haben sich für Ronja Gausterer mehr als nur gelohnt. „Nach nur fünf Einheiten konnte Ronja wieder mit den Schülern der ‚Michaela Dorfmeister-Schule‘ auf dem Gletscher mittrainieren!“, zeigt sich Mutter Iris vom Kampfgeist ihrer Tochter begeistert.

Und jetzt war es für Gausterer endlich soweit. Nach 401 Tagen ohne Rennen stand das Skitalent beim Niederösterreichischen Nachwuchscup am Start. Und da konnte sie beim Riesentorlauf alle begeistern. In ihrer Klasse (2001/2002) holte Gausterer auf Anhieb den ersten Platz. „Das war wirklich ein super Comeback von Ronja“, so Iris Gausterer. Nun geht‘s rennmäßig Schlag auf Schlag. Der nächste Bewerb steigt auf der Forsteralm.