Judoka Polleres und Reiter wieder am Jubeln. Nach bescheidenen Ergebnissen der Judo-Stars Wimpassings bei den European Games in Minsk im Einzelbewerb fanden sie im Mixed-Team-Bewerb wieder zur alten Stärke zurück.

Von Julian Widermann. Erstellt am 02. Juli 2019 (02:10)
JC Wimpassing
Jubeltraube. Für Lukas Reiter und Michaela Polleres gab es im Mixed-Bewerb einiges zu bejubeln.

Michaela Polleres und Lukas Reiter blieben beim Einzelbewerb in Minsk hinter ihren Erwartungen zurück. Letzterer hatte gegen einen Olympiasieger schon in Runde eins das Nachsehen. Zusammen rehabilitierten sich die Wimpassinger Hoffnungsträger für Olympia im Team-Bewerb jedoch eindrucksvoll. Die gewonnene Bronze-Medaille soll Auftrieb für die 100-Prozent-Phase im Kampf um ein Olympia-Ticket 2020 geben.

Ja, es war nicht einfach für Luki Reiter und Michi Polleres, nach dem Einzelbewerb wieder aufzustehen und den Blick nach vorne zu richten. Der Mixed-Team-Bewerb bei den European Games war allerdings die perfekte Bühne, um wieder an alte Leistungen anzuknüpfen. Übrigens wird dieser Bewerb auch bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio ausgetragen werden.

Gleich zum Auftakt bat „Lieblingsnachbar“ Deutschland zum Tanz. Ein richtiger Schlager bereits in Runde eins. Michi Polleres bezwang dabei Miriam Butkereit mit einem Beinfeger. Lukas Reiter hob den favorisierten Anthony Zingg dank eines Würgegriffes aus den Angeln. Somit siegte das Team Austria auch dank der Wimpassinger über Deutschland. Gegen Gastgeber Weißrussland setzte es in der zweiten Begegnung eine deftige 4:1-Niederlage.

Einziger Lichtblick im dunklen Walde: Michaela Polleres, die den Ehrenpunkt für ihr Land erkämpfte. Von der Niederlage gegen die Weißrussen unbeeindruckt, qualifizierte sich Österreich mit einem 4:1-Sieg gegen Serbien für den Bronzekampf. Polleres und Reiter steuerten wichtige Punkte bei.

Im Bronzekampf gegen die Niederlande rundeten die Wimpassinger die Kanten hervorragend ab. Polleres ebnete mit einem Punkt zum Auftakt den Weg zum Sieg. Luki Reiter sorgte für den entscheidenden vierten Zähler (4:2). Die Wimpassinger verschwanden in der Jubeltraube. „Einfach nur cool“, freute sich Reiter nach dem Turnier.