Unwetter als Spielverderber für Wachauer Radtage. Die 22. Auflage der Wachauer Radtage wurde nicht zu Ende gefahren. Wenige Kilometer vor dem Ende des 161 Kilometer langen Champions-Radmarathons zwangen schwere Gewitter die Veranstalter, das Rennen abzubrechen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 19. Juli 2021 (13:44)

Das internationale Radsportgroßereignis dieser Tage ist die Tour de France mit dem Etappensieg von Patrick Konrad – eine Erfolgsgeschichte, die mit der Wachau unzertrennbar verbunden ist. National standen am Sonntag die Wachauer Radtage im Blickpunkt des Sportgeschehens! Ein umfassendes Präventionskonzept und die strenge Einhaltung der 3-G-Regel haben ein sicheres Raderlebnis ermöglicht.

Landschaftliche Besonderheiten, gelebte regionale Kulinarik und Wein locken seit Jahrzehnten Radportfans aus über zehn Nationen in die Wachau. Auch wenn es der Wettergott zum Ende der Veranstaltung nicht gut mit den Radsportlern meinte, die einzigartigen und authentischen Landschaftskulissen und Kulturstätten Niederösterreichs sorgten auch in diesem Jahr für ein unvergessliches Raderlebnis.

Gewitter zwangen zum Abbruch

Bei der bereits 22. Auflage der Wachauer Radtage waren wieder knapp 1.500 Hobbybiker unterwegs auf drei abwechslungsreichen Strecken (Wachauer Genuss Radtour 50 km, Raiffeisen Power Radmarathon 92 km, Champions Radmarathon 161 km inklusive Bergwertung Jauerling) durch das Weltkulturerbe Wachau und das Waldviertel. Der Champions Marathon musste auf den letzten Kilometern aufgrund schwerer Unwetter abgebrochen werden. Mit vereinten Organisationskräften ist es jedoch gelungen, alle Teilnehmer sicher in das Bikerdorf zu geleiten.

1.500 Teilnehmer traten in die Pedale

Um Punkt 9.00 Uhr wurden die Teilnehmer von Sportlandesrat Jochen Danninger mit der Startsirene auf die drei Strecken geschickt. „Als begeisterter Radfahrer sind die Wachauer Radtage natürlich ein besonderes Highlight für mich. Diese Veranstaltung gehört zum absoluten Pflichtprogramm für alle Radsportler und setzt mit knapp 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zudem wichtige Impulse für die regionale Wirtschaft und den Tourismus. Ich bin froh, dass dieses Event nach einem Jahr Pause nun endlich wieder erfolgreich stattfinden konnte. Herzliche Gratulation an das Organisationsteam zur großartigen Umsetzung.“

Tour de France-Star Konrad fuhr einst in der Wachau

Unmittelbar nachdem die „großen“ Teilnehmer auf die Strecke gingen, gehörte der Start-Zielbereich und das Bikerdorf ausschließlich den Kleinsten. Beim Kinderradbewerb gab es eine herausfordernde Rundstrecke zu bewältigen. Vielleicht startet eines dieser jungen Radtalente eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie Patrick Konrad. Dieser absolvierte im Jahr 2005 als damals 13-Jähriger seinen allerersten Radmarathon bei den Wachauer Radtagen. Die Teilnahme dürfte die Leidenschaft für das Fahrradfahren weiter entfacht haben: 16 Jahre später holt sich der Niederösterreicher nun den Etappensieg bei der Tour de France und schreibt damit ein Stück österreichische Sportgeschichte.

Rohregger und Gallhuber mit am Start

Stammgast in der Wachau ist Österreich Rundfahrt Gewinner Thomas Rohregger, der sich von der Veranstaltung begeistert zeigte: „Die Wachau ist wirklich einzigartig. Aber auch die Organisation hat mich wieder aufs Neue beeindruckt. Hier kann sich wirklich jeder Teilnehmer wie ein Profi fühlen.“ Auch ÖSV-Star Katharina Gallhuber war in diesem Jahr wieder am Start. OK-Chef Hans Holzer zeigte sich mehr als zufrieden: „Nach der letztjährigen Absage und diesem für uns alle so schwierigen Jahr, hat es uns sehr glücklich gemacht unsere treuen Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder in der Wachau zu sehen. Es war ein besonderer Tag in der Geschichte der Wachauer Radtage.“