Admira und Wiener Neustadt holen je einen Punkt. Für die Südstädter war es der erste Punkt in der laufenden Saison. Wiener Neustadt erkämpfte gegen überlegene Rieder ebenso ein 1:1.

Erstellt am 10. August 2013 (21:28)
Jubel in Wiener Neustadt. Kapitän Peter Hlinka (r.) feierte mit Manuel Wallner dessen Tor zum 1:1-Ausgleich. Später durften die beiden noch einen Treffer bejubeln, am Ende den ersten Heimsieg seit mehr als einem Jahr feiern - und das alles im NÖ-Derby gegen die Admira.
NOEN, Foto: Gerhard Möhsner

Admira spielte zuhause gegen Sturm Graz 1:1. Auch Ried und Wiener Neustadt trennten sich 1:1. Zuvor war schon das Spiel Wolfsberg gegen Innsbruck 1:1 ausgegangen. Am Sonntag folgt das Wiener Derby zwischen Rapid und der Austria.

Verdienter Ausgleich

Den ersten Punkt in der laufenden Saison eroberte die Admira mit einem 1:1 gegen Sturm Graz. Am Tag nach der Beurlaubung von Trainer Toni Polster geriet das Schlusslicht bereits in der fünften Minute in Rückstand, nur eine Minute später verhinderte Tormann Leitner das 0:2. Danach übernahm die Admira jedoch mehr und mehr das Kommando und traf durch Issiaka Ouedraogo (50.) zum verdienten Ausgleich.

Schmeichelndes Unentschieden

Wiener Neustadt erkäpfte trotz teils drückender Überlegenheit der Rieder ein 1:1 im Innviertel. Robert Zulj brachte Ried in der 32. Minute verdientermaßen voran, ehe Peter Hlinka in der 50. Minute per Kopf den Ausgleich für die Gäste markierte.

Drittes 1:1 am Samstag

Der Wolfsberger AC muss nach dem 1:1 gegen Innsbruck vor eigenem Publikum weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Michael Liendl brachte die zu Beginn dominanten "Wölfe" in Führung (30.), Lukas Hinterseer sicherte den in der ersten Hälfte sehr schwachen Innsbruckern nach dem Seitenwechsel einen Punkt (63.). Wallner vergab mit einem verschossenen Elfmeter (72.) die Chance auf den Sieg für Wacker. Die Tiroler sind aber in dieser Saison weiter ungeschlagen.


>> Reaktion zu den Spielen


Oliver Lederer (Admira-Trainer): "Durch einen schweren individuellen Fehler sind wir früh in Rückstand geraten. Wir sind aber dann zurückgekommen, darauf bin ich sehr stolz. Bis zum Ausgleich haben wir dann gegen eine starke Sturm-Mannschaft sehr gut Fußball gespielt. Das ist eine Leistung, auf die wir aufbauen können."

Darko Milanic (Sturm-Trainer): "Der Gegner war bis zum Ausgleich sehr stark, vor allem mit seinen schnellen Angriffen. Wir haben aber auch schlecht unsere Führung kontrolliert. Nach dem Ausgleich waren wir besser, haben das Spiel kontrolliert, zum Sieg hat es aber nicht gereicht. Es war aber ein Schritt nach vorne, daher sehe ich das Ganze positiv."

Michael Angerschmid (Trainer Ried): "Wir haben das ganze Spiel eine Chance nach der anderen gehabt. Den einzigen Vorwurf, den ich der Mannschaft machen kann ist, dass sie zu wenig Tore erzielt hat. Wir sind zunächst schwer ins Spiel gekommen, haben es dann aber dominiert. Das war die stärkste Leistung, die ich in dieser Saison von meiner Mannschaft gesehen habe."

Rene Gartler (Stürmer Ried): "Wir haben alles probiert, doch es war wie verhext. Das sind natürlich zwei verlorene Punkte, doch es gibt solche Spiele."

Heimo Pfeifenberger (Trainer Wr. Neustadt): "In Ried einen Punkt zu holen, ist für uns etwas Besonderes. In der ersten Spielhälfte waren wir ab der 20. Minute nicht mehr vorhanden, in der zweiten sind wir mehr Risiko gegangen. Peter Hlinka ist bei Standards sehr gefährlich, er hat heute das richtige Näschen gehabt. Für uns ist jeder Punkt wichtig. Wir sind jetzt eine echte Mannschaft, die fightet, und dann hast du auch das nötige Glück."

Peter Hlinka (Torschütze Wr. Neustadt): "Wir haben sehr viel Glück gehabt, Ried hat gut kombiniert. Wir haben in der ersten Spielhälfte schlecht ausgesehen, haben uns dann in der Pause viel vorgenommen. Das ist uns auch gelungen. Ried hat andere Ansprüche, deshalb müssen wir zufrieden sein."