Admira will Rapid nicht für EL "aufbauen". Für den SK Rapid steigt am Sonntag in der Südstadt die Generalprobe für das Europa-League-Play-off gegen Dila Gori. Dass diese nicht positiv verläuft, dafür wollen die Admiraner um Neo-Coach Oliver Lederer sorgen.

Erstellt am 16. August 2013 (13:54)
NOEN, Collage Bruckmüller
Nach den zuletzt gelungenen Auftritten hofft Fußball-Rekordmeister Rapid auf ein weiteres Erfolgserlebnis, um zusätzliches Selbstvertrauen für das Hinspiel gegen den georgischen Club am Donnerstag im Hanappi-Stadion zu tanken.

Für Rapid-Trainer Zoran Barisic steht derzeit noch das Admira-Match im Mittelpunkt. "Wir richten unseren Fokus nur auf dieses Spiel und lassen unseren Blick nicht zu weit in die Zukunft schweifen", betonte der 43-Jährige.

Coach des Rekordmeisters warnt vor "schwierigem Gegner"

Laut Barisic, der wieder auf Steffen Hofmann setzen kann, wartet auf seine Truppe in der Südstadt eine große Herausforderung. "Das wird ein heißes Spiel gegen einen schwierigen Gegner, der uns voll fordern wird. Wir müssen sofort richtig ins Spiel finden."

Mit seinem Admira-Kollegen Oliver Lederer verbindet Barisic eine gemeinsame Rapid-Vergangenheit, außerdem standen einander die beiden als Gegner (Barisic für Tirol, Lederer für Admira) in der Bundesliga gegenüber. In Ostliga-Partien zwischen den Amateuren von Rapid und der Admira kam es auch schon zu Trainer-Duellen der Wiener.

Ex-Teamkollegen Barisic und Lederer voll des Lobes füreinander

"Ich kenne und schätze ihn schon sehr lange und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute", sagte Barisic. Lederer hob ebenfalls das gute Verhältnis zum Rapid-Betreuer hervor. "Ich habe ihn schon als Spieler sehr geschätzt, und jetzt als Trainer noch ein bisschen mehr. Er hat eine große Fachkompetenz."

Im direkten Duell am Sonntag wird die Freundschaft aber für 90 Minuten ad acta gelegt. "Wir haben uns zuletzt beim 1:1 gegen Sturm gut präsentiert und haben auch für das Rapid-Spiel einen Plan. Wenn wir den umsetzen können, bin ich überzeugt, dass wir etwas mitnehmen", erklärte der 35-jährige Lederer, der Toni Polster nachfolgte und zum zweiten Mal als Cheftrainer auf der Admira-Bank Platz nimmt.

Admira setzt auf Neuzugang und Ex-Rapidler Katzer

Die Statistik verheißt für die Südstädter allerdings wenig Gutes. Seit dem 1. Oktober 2011 (4:3) blieben die Südstädter gegen Rapid in sechs Partien ohne Sieg, die jüngsten drei Heimspiele gegen den saisonübergreifend seit sechs Runden ungeschlagenen Rekordmeister wurden allesamt ohne erzielten Treffer verloren.

Jetzt liegt es auch an Markus Katzer, diese Serie zu brechen. Der 33-jährige Linksverteidiger kehrte vor wenigen Tagen nach neun Jahren bei Rapid zur Admira zurück. "Er passt charakterlich perfekt zu uns. Ich bin überzeugt, dass er uns weiterhilft", meinte Lederer.

Barisic könnte durch das Wiedersehen mit Katzer vor Probleme gestellt werden. "Ich muss aufpassen, dass ich ihn nicht von der Linie aus coache", schmunzelte der 43-Jährige.