Anna Stöhr holte zum zweiten Mal Boulder-WM-Gold. Anna Stöhr hat bei der Kletter-WM im italiensichen Arco ihr programmiertes Gold abgeholt. Für die Tirolerin ist es der zweite Titel im Bouldern nach 2007. Die 23-Jährige war als Halbfinal-Sechste gerade noch in die Entscheidung gekommen, in dieser setzte sich die Weltranglistenerste und Gesamtweltcupsiegerin dann aber äußerst souverän durch. Bei den Herren belegte Kilian Fischhuber Rang vier.

Erstellt am 17. Juli 2011 (21:50)

Anna Stöhr hat bei der Kletter-WM im italiensichen Arco ihr programmiertes Gold abgeholt. Für die Tirolerin ist es der zweite Titel im Bouldern nach 2007. Die 23-Jährige war als Halbfinal-Sechste gerade noch in die Entscheidung gekommen, in dieser setzte sich die Weltranglistenerste und Gesamtweltcupsiegerin dann aber äußerst souverän durch. Bei den Herren belegte Kilian Fischhuber Rang vier.

Die durchwachsene Qualifikation und das Halbfinale waren an Stöhr und dem Team nicht spurlos vorübergegangen. "Das Halbfinale von Anna hat mich einiges an Nerven gekostet. Es war wie damals 2007 in Aviles, als Anna gerade noch auf Platz sechs ins Finale kam und dann souverän Weltmeisterin wurde. Vielleicht ist das ein gutes Omen", hatte Teamcoach Heiko Wilhelm nach der Vorschlussrunde gesagt. Und er sollte recht behalten.

Im Finale warteten vier Boulder auf die Teilnehmerinnen, Stöhr musste als Erste ran. "Ich habe es heute richtig genossen, den anderen bei jedem Boulder vorlegen zu können", erklärte die Österreicherin, die so oft schon als Führende nach dem Halbfinale auf alle anderen warten musste. Stöhr löste den ersten und zweiten Boulder jeweils im ersten Versuch (nennt man Flash) und war damit bereits Zweite. Nach einem dritten Flash lag sie in Führung, für den Titel musste sie den letzten Boulder nur noch lösen, die Versuche waren nicht entscheidend. Und im dritten Versuch finalisierte sie schließlich das Unternehmen Gold.

Stöhrs Freud Kilian Fischhuber ist an einer WM-Medaille im Bouldern hingegen vorbeigeklettert. Der Niederösterrreicher erreichte im abendlichen Finale der Top Sechs den vierten Platz. Gold ging an Dmitri Scharafutdinow, der Russe hatte sich vor dem Tschechen Adam Ondra und seinem Landsmann Rustam Gelmanow durchgesetzt. Dem 27-Jährigen fehlt damit nach wie vor der WM-Titel in seiner Sammlung.