Argentinien und Belgien sind angekommen. Argentinien und Belgien habe ich von Beginn an auf der Rechnung gehabt. In ihren Achtelfinalspielen haben beide endlich halbwegs überzeugt.

Von Frenkie Schinkels. Erstellt am 02. Juli 2014 (14:58)
NOEN, Baldauf
Die Gauchos wurden gegen die Schweiz ihrer Favoritenrolle gerecht. Natürlich war der Sieg glücklich, weil er durch ein Tor in der 118. Minute fixiert wurde. Die Schweiz hätte sich am Ende sogar noch ins Elferschießen retten können. Der Kopfball von Blerim Dzemaili landete aber an der Stange.

Argentinien war trotzdem der verdiente Sieger. Für mich sind die Südamerikaner trotzdem erst bei 80 Prozent ihres Leistungspotenzials. Wenn sie sich auf 100 Prozent steigern, können sie auch Weltmeister werden. Daran glaube ich aber nicht.

Die Amis haben sich super verkauft

Viertelfinalgegner Belgien hat eher überzeugt. Sie haben die USA über weite Strecken an die Wand gespielt. Belgien ist endlich so aufgetreten, wie ich es mir schon in der Vorrunde erwartet hätte. Auch in diesem Spiel – und da ist die Parallele zu Argentinien – war der Sieg in der Endphase auch glücklich.

Die Amis haben sich super verkauft und hatten in den letzten Minuten der Verlängerung sogar noch den Ausgleich am Fuß. So wie sich die USA präsentiert hat, muss sich ein Außenseiter präsentieren. Wenn es dann am Ende nicht ganz reicht, dann kann man trotzdem erhobenen Hauptes nach Hause fliegen.

Jetzt zwei Tage zum Durchatmen

Da muss man auch das Betreuerteam loben. Was Jürgen Klinsmann und Andi Herzog da geleistet haben verdient Respekt. Herzog war in diesem Team mehr als ein klassischer Co-Trainer. In vielen Szenen war zu beobachten, dass sein Wort in diesem Team zählt.

Jetzt haben wir zwei Tage an denen wir Fußballfans ein wenig durchatmen können. Am Freitag geht es dann mit hochinteressanten Viertelfinalspielen weiter.