WM steigt im Waldviertel . Der Waldviertler Ballonfahrer-Club aus Groß-Siegharts richtet ab Samstag die Weltmeisterschaft aus. Tausende Zuschauer werden bei diesem Spektakel erwartet.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 14. August 2018 (02:45)
150 Starter mit insgesamt 700 Crew-Mitgliedern kämpfen ab Samstag im Waldviertel um den Weltmeistertitel im Ballonfahren.
zVg

Am Samstag geht’s los, eine Woche lang misst sich dann die internationale Elite in Groß-Siegharts (Bezirk Waidhofen/Thaya) bei der Weltmeisterschaft der Ballonfahrer. 150 Fahrer aus 35 Nationen und allen Kontinenten sind am Start, darunter auch fünf Österreicher. Heißestes Eisen aus heimischer Sicht ist der sechsfache Staatsmeister Daniel Kusternigg aus Kärnten.

Vor vier Jahren fand das Großereignis in Brasilien statt, vor zwei Jahren in Japan – jeweils vor Tausenden Zusehern. Auch in Groß-Siegharts erhofft man einen Zuschauer-Ansturm, wie Chef-Organisator Christoph Fraissl erzählt. Seit Monaten läuft die Intensiv-Planung der WM, die man 2016 zugesprochen bekam.

Seit Montag sind auch die ersten Piloten im Waldviertel, die Gäste-Zimmer der Region sind weitgehend ausgebucht. Publikumswirksame Disziplinen wie etwa das Zielkreuz-Fahren, wo die Ballone punktgenau auf einem markierten Kreuz landen müssen und es schon mal zu richtigen Duellen bei der Anfahrt kommen kann, sollen den Fans richtig einheizen. „Das ist sicher der spektakulärste Bewerb für die Zuseher“, erklärt Fraisl.

„Es ist nicht zu hügelig, es gibt große Landeflächen und keine zu schmalen Täler"

Doch das ist nur eine von mehreren Aufgaben, die den Piloten gestellt wird. So gibt’s tägliche Wettfahrten um 6 Uhr in der Früh und um 18.30 Uhr. Circa eine Stunde davor bekommen die Sportler bei einer technischen Besprechung die jeweils nächste Aufgabe. Dabei werden etwa elektronische Punkte angefahren oder es wird gemessen, wer in einer vorgegebenen Zeit die weiteste Strecke zurückgelegt hat. Nach 13 Wettfahrten steht jedenfalls der neue Weltmeister fest.

Groß-Siegharts setzte sich bei der WM-Bewerbung gegen Polen und Ungarn durch. Die Umgebung im Waldviertel ist für Fraisl prädestiniert zum Ballonfahren. „Es ist nicht zu hügelig, es gibt große Landeflächen und keine zu schmalen Täler – optimal, um 150 Ballone unterzubringen.“ Höhepunkt des umfangreichen Rahmenprogramms ist übrigens die „Nacht der Ballone“, die am 24. August steigt.