Baden Open setzt ein Signal mit Klasse. Das Baden Open trotzt ab Donnerstag der Pandemie. Das Feld des blau-gelben Beachvolleyball-Topturniers ist extrem hochkarätig besetzt.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 19. August 2020 (00:38)
Bereit für das FIVB Baden Open (Donnerstag bis Sonntag): Clemens Doppler, Alex Horst, Philipp Waller, Dorina Klinger, Lena Plesiutschnig, Nadine und Teresa Strauss (v.l.).
Wallner

Der Beachvolleyball fliegt wie eh und je. Ansonsten ist fast alles anders – als zweites internationales Turnier nach der Corona-Zwangspause ist das Baden Open (Start am Donnerstag mit der Qualifikation) eine Veranstaltung der besonderen Art. Selbst für die Routiniers. „Eigentlich sind wir klassische Centercourtspieler, die die Energie von den Rängen brauchen“, sagt Clemens Doppler.

Auf den gewohnten Hexenkessel in Baden müssen die NÖ-Asse um Doppler und Partner Alex Horst heuer verzichten. Maximal 200 Besucher dürfen aufs Eventgelände im Weilburgpark. „Für unseren Sport zählt die Signalwirkung“, ist sich der 39-Jährige bewusst. „Auch in Covid19-Zeiten geht was, wenn‘s engagierte Veranstalter wie in Baden gibt.“ Nur fünf Wochen Zeit blieben seit dem Okay Anfang Juli, um das Turnier auf die Beine zu stellen.

Doppler/Horst belegten beim World-Tour-Comeback in Laibach Platz zwei, brennen in Baden darauf, den dritten „Heimtitel“ en suite einzufahren. Zumal die weitere Turniersituation mehr als unklar ist. „Wir können nur von Woche zu Woche denken“, seufzt Alex Horst. „Für einen Spitzensportler ist das nicht einfach, ein solider Trainingsaufbau kaum möglich.“ Ob die im September angesetzte EM in Lettland stattfinden kann, ist fraglich.

Aus rot-weiß-roter Sicht sind die in der Südstadt stationierten Robin Seidl/Philipp Waller ein weiterer heißer Tipp. Die Sieger des nationalen „Champions Cups“ liebäugeln mit dem Titel. „Sonst brauchen wir gar nicht mitzuspielen“, grinst Waller.

Bei den Frauen ist das Feld extrem hochkarätig besetzt. „So wie bei einem Fünf-Stern-Turnier“, meint Vorjahressiegerin Lena Plesiutschnig (1. Badener Beachvolleyballverein). Wegen der Schulterverletzung von Kathi Schützenhöfer tritt sie mit der Wahl-Niederösterreicherin Dorina Klinger an.

Die Championscupgewinnerinnen Nadine und Teresa Strauss aus Leobersdorf gehen nach einer verletzungsbedingten kurzen Turnierpause ins Rennen. „Baden ist als Heimturnier ein echtes Highlight für uns“, sagt Teresa.