Olympia ohne Doppler/Horst. Österreichs in den vergangenen Jahren erfolgreichstes Beachvolleyball-Duo, Clemens Doppler und Alexander Horst, werden in Tokio nicht dabei sein. Sie verpasste die Olympia-Qualifikation.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Juni 2021 (12:11)

Clemens Doppler und Alexander Horst werden bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio nicht auflaufen. Sie beenden den Qualifikationsprozess auf Rang 27 der bereinigten Weltrangliste. Die Top 18 konnten sich ein Ticket sichern, weitere fünf Plätze werden in der kommenden Woche in den jeweiligen Regionen über den Continental-Cup ausgespielt und Japan hat einen Spot als Ausrichter. Alexander Horst war enttäuscht: „Es schmerzt natürlich! Trotz all der Umstände hätte ich gerne einen vierten Antritt bei Olympischen Spielen geschafft!“

Kein vierter Olympia-Auftritt für Horst

Alexander Horst wurde 2008 gemeinsam mit Florian Gosch Fünfter in Peking, 2012 landete er mit Clemens Doppler in London auf Rang 19 und in Rio 2016 gab es ebenfalls an der Seite von Clemens Doppler, nach dem sensationellen Vorrunden-Sieg gegen die späteren Olympiasieger Alison/Bruno (BRA), schlussendlich Platz 9. Clemens Doppler hat sich bereits 2004 mit Nik Berger für Athen qualifiziert, musste diese Spiele aber aufgrund einer Kreuzband-Verletzung als Zuseher verfolgen, 2008 gab es mit Peter Gartmayer in Peking Rang 9. Clemens Doppler: „Natürlich bin auch ich enttäuscht, man ordnet fast sein ganzes Leben dafür unter, es bleiben einige private Sachen auf der Strecke!“

Die Qualifikation für die Olympischen Spiele begann bereits im Herbst 2018 und wurde durch die Corona-Pandemie um ein Jahr verlängert. Doppler begründet das Olympia-Aus auch damit: „Das Corona-Jahr hat uns älteren Athleten sicherlich nicht geholfen, durch die Bank konnten die jungen Spieler nach Corona ihr Ranking verbessern. Wenn man sich ansieht wie auch ältere Spieler wie Samoilovs, Lucena, Dalhausser, Herrera oder Gibb kämpfen, weiß man, dass sie sich mit den Ergebnissen aus 2018 und 2019 am Leben gehalten haben.“

Corona-Saison als Mitgrund

Doppler/Horst haben die ersten beiden Olympia-Events im Oktober 2018 in China und den USA aufgrund eines angeschlagenen Knies von Clemens Doppler ausgelassen. Coach Robert Nowotny gesteht das mittlerweile als Fehler ein: „Wir haben diese Turniere damals bewusst ausgelassen, um Clemens´ Knie die nötige Pause vor einer vollen Olympiaqualifikation zu geben. Schlussendlich war es taktisch falsch, denn somit haben nur unsere Gegner gepunktet und durch die Pandemie gab es 2020 und 2021 in Summe deutlich weniger Turniere! Die Turnierplanung beinhaltet immer ein kleines Risiko, aber mit einem Gesamtausfall von 2020 hat halt niemand gerechnet.“

Beim nächstwöchigen Continental Cup Finale von Europa in DenHaag werden Doppler/Horst nicht antreten, Österreich wird am Strand von Scheveningen von Ermacora/Pristauz und Seidl/Waller vertreten und kämpft mit 15 weiteren Nationen um das letzte Olympia-Ticket.