Schulsportanlagen per Gesetz öffnen?. Sportunion will Verpflichtung von Schulen, Sportstätten den Vereinen bereitstellen.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 10. September 2019 (00:58)
Symbolbild

73 Prozent der NÖ-Sportvereine könnten zusätzliche Sporteinheiten anbieten, hätten sie mehr Hallenzeit zur Verfügung. Diesen zusätzlichen Nutzungsbedarf von Schulsportanlagen zeigt eine Studie der Sportunion. Vor allem an den 180 schulfreien Tagen sei der Zugang ein Problem.

„Unsere Vereine sind sehr oft auf das Wohlwollen von Schuldirektoren, Bürgermeistern oder Schulwarten angewiesen“, klagt der Geschäftsführer der Sportunion NÖ, Markus Skorsch. Der größte Sportdachverband Österreichs – mit 1.017 Vereinen und knapp 200.00 Mitgliedern in NÖ – fordert deshalb die gesetzliche Verankerung einer verpflichtenden Öffnung der Schulsportstätten.

„Der Turnsaal gehört nicht dem Schuldirektor. Er hat ihn ja auch nicht bezahlt“, führt Skorsch aus. Findet die Sportunion mit ihrer Forderung Gehör, müssten allerdings eine Menge von bislang ungelösten Problemen beseitigt werden. Bei Bundesschulen gilt per Verordnung, dass sie die Vermietung der Hallen nicht gewinnbringend betreiben dürfen.

In der Praxis gestaltet sich die Berechnung und Weiterverrechnung der tatsächlichen Kosten (Administration, Reinigung, Abnutzung etc.) oft schwierig.

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