Basketball: Zwölfer-Liga nicht völlig ausgeschlossen. Tomas Kanovsky, Geschäftsführer der Superliga, spricht über die abgebrochene Saison, die Lizenzierung und wie es vielleicht doch noch Aufsteiger geben könnte.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 26. März 2020 (15:15)
Tomas Kanovsky, Geschäftsführer der Basketball Superliga, spricht über das weitere Vorgehen in der Saisonplanung für 2020/21. Foto: APA/Erwin Scheriau
APA/Erwin Scheriau

Seit zweieinhalb Wochen ruht der Basketball im österreichischen Oberhaus. Die Saison ist mittlerweile ohne Meister abgebrochen, fad wird Tomas Kanovsky, Geschäftsführer der Superliga GmbH dennoch nicht. In Telefonaten und Videokonferenzen wird mit anderen Entscheidungsträgern und den Vereinen das weitere Vorgehen besprochen. Denn eigentlich müssten die Clubs bis nächsten Dienstag (31. März) ihre Lizenzunterlagen für die Saison 2020/21 vorlegen. "Da wird es Verschiebungen geben", hält Kanovsky fest. Geplant wird aktuell mit einem Saisonstart rund um 1. Oktober.

Gewisse Standards einhalten

Adaptierungen aufgrund der schwierigen und sich ständig verändernden Rahmenbedingungen sein möglich. Immerhin ist eine gesicherte wirtschaftliche Zusage für die im Herbst beginnende Spielzeit schwer möglich, geschenkt wird den Vereinen die Lizenz aber auf keinen Fall. "Ich würde nicht von Aufweichung sprechen. Das würde auch dem Produkt Basketball Superliga nicht gerecht werden", will Kanovsky mit den Clubs eine sinnvolle gemeinsame Basis schaffen.

Aufstieg unter Voraussetzungen möglich?

Seit Wochenbeginn steht ja auch fest, dass eine keine sportlichen Auf- und Absteiger geben wird. Für aufstiegswillige Clubs wie Fürstenfeld oder Dornbirn lässt Kanovsky einen Türspalt offen. "Das haben wir uns bisher noch nicht angeschaut. Wir werden zeitnah, bis nächste Woche, entscheiden - wie wir mit Teams umgehen, die den sportlichen Aufstieg nicht geschafft haben, aber trotzdem rauf wollen. Es ist noch offen. Klar ist aber auch, dass diese Clubs die wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllen müssen", unterstreicht Kanovsky. Traiskirchen Lions-Obmann Ernst Nemeth machte sich öffentlich ja bereits für eine Aufstockung der ersten Liga stark.

Modus und Co. werden evaluiert

Ein Hauptargument für eine Zwölfer-Liga wäre es, dass die Ligateilung (Platzierungsrunde und Qualifiaktionsrunde) zu je sechs Teams möglich wäre. Heuer waren in der Qualirunde ja nur vier Teams am Start, sie hatten zwischendurch drei Wochen ohne Spiel zu überbrücken. Der Modus der heurigen Spielzeit werde aber ohnehin wie viele andere Sachen einer genauen Prüfung unterzogen, versichert Kanovsky, der mit der Premierensaison der Superliga (im vergangenen Sommer übernahm eine neue Führungscrew) aber zufrieden ist: "Es ist natürlich sehr schade, dass die Saison aufgrund der Pandemie nicht zu Ende gespielt werden kann. Aber wir haben eine Steigerung bei den Zuseherzahlen und beim Medienwert. Wir wollen für die nächste Saison aber noch eine Schippe drauflegen."