Die "kranke" Olympia-Qualifikation. Coronavirus wirbelt den Wettkampf-Kalender durcheinander. Das könnte NÖ-Athleten das Tokio-Ticket kosten.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 03. März 2020 (05:02)
Bangen um Olympia. Österreichs Top-Gewichtheberin Sarah Fischer und Trainer-Vater Ewald.
Wallner

„Die Olympia-Qualifikation ist in Gefahr!“ Ewald Fischer schlägt Alarm. Den Rohrendorfer, Trainer und Vater von Österreichs stärkster Gewichtheberin, ereilten am Samstag schlechte Neuigkeiten vom Weltverband IWF – und die könnten Sarah Fischer das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio kosten.

Die IWF sagte nämlich die für Mitte März angesetzte U20-Weltmeisterschaft in Bukarest ab. „Die Gesundheit der Athleten hat Vorrang“, begründen die Funktionäre die Entscheidung. Das Großereignis bringe Aktive aus 80 Nationen auf engem Raum zusammen. Ein Risiko, das der Verband nicht eingehen wollte.

Für Fischer fällt ein Olympia-Qualifikationsturnier weg, nur mehr die Europameisterschaft (Allgemeine Klasse) im April, die in Moskau stattfinden soll, bleibt über. In die Wertung kommen bei den Hebern die Leistungen der letzten 18 Monate, beim World Cup in Rom Ende Jänner brachte Fischer eine Zweikampfleistung von 221 Kilogramm, konnte allerdings ihre Bestmarke nicht nach oben schrauben. „Ein schlechter Wettkampf“, ärgert sich die 19-Jährige. Der nun umso mehr schmerzt.

Vier Absagen machen Assen zu schaffen

Das Coronavirus machte nicht nur Österreichs stärkster Frau zu schaffen, sondern auch den Beachvolleyballern rund um die NÖ-Evergreens Clemens Doppler und Alex Horst. Kommende Woche (ab 9. März) steigen die Österreicher in den Freiluftzirkus ein.

Die Chancen, sich über die Weltrangliste (Top 15) noch ins Olympia-Aufgebot zu katapultieren, sind minimal. „Wir werden kämpfen“, verspricht Horst. Vier Turniere in China, Singapur und dem Iran fallen „virenbedingt“ im Frühjahr weg. Somit bleibt wohl nur die Olympia-Chance über den Continental-Cup (ein Startplatz). Doppler/Horst sowie Schützenhöfer/Plesiutschnig bei den Damen sind also in Baden (14. bis 17. Mai) gefordert.