Davis-Cup-Team für Russland gerüstet. Die ersten Trainingstage unter neuer Führung sind vorüber, Österreichs Davis-Cup-Team fiebert dem Weltgruppen-Länderkampf mit Russland in der Arena Nova in Wr. Neustadt bereits entgegen. Neo-Kapitän Clemens Trimmel hat Jürgen Melzer, Andreas Haider-Maurer, Oliver Marach und Alexander Peya bereits zu intensiven Einheiten vergattert.

Erstellt am 07. Februar 2012 (15:47)

Die ersten Trainingstage unter neuer Führung sind vorüber, Österreichs Davis-Cup-Team fiebert dem Weltgruppen-Länderkampf mit Russland in der Arena Nova in Wr. Neustadt bereits entgegen. Neo-Kapitän Clemens Trimmel hat Jürgen Melzer, Andreas Haider-Maurer, Oliver Marach und Alexander Peya bereits zu intensiven Einheiten vergattert.

Nicht zu vergessen ist der Heimvorteil auf dem recht langsamen Opticourt in Wr. Neustadt. Bisher sind übrigens etwa zwei Drittel der Karten abgesetzt. Ab sofort gibt es aber auch Einzeltickets für jeden der drei Spieltage von Freitag bis Sonntag. "Wir müssen so rausgehen, dass wir, wenn wir unsere optimale Leistung bringen, am Ende am Sonntag hier jubeln können", erklärte Melzer. Erstmals stellt der internationale Tennisverband (ITF) übrigens das "hawk-eye", den elektronischen "Linienrichter", zur Verfügung, was für zusätzliche Stimmung in der Halle sorgen wird.

Neo-Kapitän Trimmel ist voller Energie und scheint in seinem Element. "Die ersten Tage waren von beiden Seiten recht intensiv. Wir haben gesagt, wir wollen am Anfang intensive Einheiten haben und dann das Programm sukzessive Richtung Wochenende zurücknehmen", so der frühere Spieler und nunmehrige Kapitän und ÖTV-Sportdirektor. Der übrigens in Sachen Nachwuchs eine kleine Enttäuschung hinnehmen musste, denn der vielversprechende Junior Dominic Thiem ist der Einladung zum Sparring nicht gefolgt. Trimmel: "Wir werden ihn aber auch künftig wieder einladen".

Für das Wochenende sind mit Melzer und Andreas Haider-Maurer, der übrigens sein Heim-Debüt im Davis Cup feiert, die zwei Einzelspieler fix. "Im Doppel möchte ich mich nicht festlegen, weil wir drei Weltklassespieler haben", erklärte Trimmel.

Noch ist nicht wirklich klar, wer die Nummer 1 im russischen Team sein wird. Geht es streng nach der Weltrangliste, dann wäre nämlich Alex Bogomolow jr. die Nummer 1, da das Ranking zum Zeitpunkt der Nominierung zehn Tage vor dem Länderkampf zählt.

Der frisch gebackene Zagreb-Sieger Michail Juschnij wäre demnach die Nummer zwei. Er sieht den jüngsten Erfolg nüchtern: "Ja, ich habe in Zagreb gewonnen, aber das ist bereits Vergangenheit. Im Davis Cup geht es auf best-of-five und ich habe ein bisschen Schulterprobleme", gibt er vor. Dennoch habe man ein ausgezeichnetes Team, auch Trimmel traut jedem der vier Spieler - neben Bogomolow und Juschnij auch Nikolaj Dawydenko und Igor Kunizyn - Einsätze im Einzel zu.