Die Schwestern-Suche. Beach-Volleyball / Die „Schwaiger-Sisters“ suchen nach einem neuen Trainer. Erste Kandidatin: Sara Montagnolli. Nur hat die eigentlich gar nicht so wirklich Zeit.

Erstellt am 24. März 2013 (15:34)
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Von Peter Gruber

Neun Jahre sind eine lange Zeit – zumal in einem Sportlerleben. Neun Jahre arbeiteten die „Schwaiger-Sisters“ Doris und Stefanie mit Martin Olejnak zusammen, Ende 2012 trennten sich die Waldviertlerinnen vom Slowaken, mit dem sie 2008 in Peking und 2012 in London jeweils den fünften Olympia-Platz erreicht haben.

Nach neun Jahren als erfolgsverwöhntes und eingespieltes Trio fällt die Suche nach einem Nachfolger offenbar nicht ganz so leicht. Harald Dobeiner – selbst als Aktiver Staatsmeister – war nur scheinbar die ideale Lösung: Nach wenigen Wochen trennten sich Stefanie Schwaiger und Doris Schwaiger-Robl wieder von Dobeiner. „Es hat einfach nicht gepasst. Also haben wir uns relativ schnell entschieden, wieder getrennte Wege zu gehen“, erklärt Stefanie Schwaiger.

So ist man wieder auf der Suche nach einem Balltrainer – der Rest des Teams steht mit Fitnesscoach Erwin Reiterer und Physio Lisa Riegler. Nächste Kandidatin: Sara Montagnolli. Die Innsbruckerin ist Grand Dame der österreichischen Beachvolleyballszene: Nach mehreren Staatsmeistertiteln mit Barbara Hansel beendete die 34-Jährige nach dem Grand Slam in Klagenfurt erst vergangenes Jahr ihre Karriere. Der Trainerjob bei den Schwaigers würde sie reizen. Beim Trainingslager in Teneriffa arbeitete man erstmals zusammen – die Chemie stimmte. Und auch ein gemeinsames Ziel hätte man: Doris Schwaiger-Robl und Stefanie Schwaiger wollen 2016 zu ihrer dritten Olympia nach Rio. Montagnolli blieben die Spiele als Aktive verwehrt. „Grundsätzlich ein tolles Projekt und ein tolles Team“, meint sie.

Aber eben nur grundsätzlich. Die Chance kommt für Montagnolli nämlich zur Unzeit. Eigentlich wollte sie sich nämlich auf ihr Studium Gesundheits- und Leistungssport in Innsbruck konzentrieren – außerdem hat sie an der Uni auch einen Job. „Eine schwierige Situation“, meint Montagnolli.

Mögliche Lösung des Pro-blems: Montagnolli arbeitet als Teilzeit-Trainerin mit den Schwaigers. Derzeit wird deshalb auch noch mit anderen Coaches gesprochen. „Ein bisschen belastet die Situation natürlich schon“, hofft Stefanie Schwaiger auf eine baldige Lösung. Am besten schon vor dem Trainingslager in Antalya Anfang April.