Trennung von Muster doch nicht im besten Einvernehmen?. Nach nur drei Wochen hat sich Dominic Thiem überraschend entschieden, die kaum begonnene Zusammenarbeit mit Österreichs Tennis-Legende Thomas Muster schon wieder zu beenden. Ein ungewöhnlicher Schritt vor allem während eines Grand-Slam-Turniers. Während Thiem sich bemühte, die Trennung als im guten Einvernehmen darzustellen, sieht es Muster offenbar anders.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 26. Januar 2020 (12:09)
Dominic Thiem hatte sich Thomas Muster gewünscht - die Zusammenarbeit war aber schnell wieder vorbei
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Im Interview mit Boris Becker für "Eurosport" ließ Muster vor allem mit einer Metapher aufhorchen. "Es gibt halt Häuser mit schönen Fassaden, ganz wunderbare Fassaden, aber man weiß halt sehr selten, wer drinnen wohnt", sagte der ehemalige Weltranglisten-Erste. Muster beschrieb Thiem als "Jungen, der sehr lernfähig ist, natürlich aber auch seine Mankos hat, die er ausbessern muss, will er ganz nach vorne".

Der Weltranglisten-Fünfte aus Lichtenwörth habe sich zwar in vielen Bereichen schon sehr verbessert, Muster sieht aber bei vielen Details noch Aufholbereich. "Im technischen Bereich nach wie vor, im körperlichen Bereich, aber vor allem im mentalen Bereich", so der 52-jährige Steirer.

Muster, der erst am 8. Jänner für eine Tätigkeit als Zusatz-Coach zu Nicolas Massu für 20 Wochen im Jahr offiziell präsentiert worden war, sah das Engagement durchaus längerfristig. "Ich habe mich voll in dieser Rolle für die nächsten beiden Jahre gesehen. Im Detail, warum er sich so entschieden hat... Ich weiß es warum, aber ich will das hier nicht kommentieren."