Dragovic als ÖFB-Rekordtransfer von Basel zu Kiew. Aleksandar Dragovic wird zum bisher teuersten österreichischen Fußballer der Geschichte. Der 22-jährige Wiener wechselt für 9 Millionen Euro vom FC Basel zum ukrainischen Spitzenclub Dynamo Kiew.

Erstellt am 25. Juli 2013 (23:14)

Laut "Kurier" hat sich der international heiß begehrte Innenverteidiger mit dem Rekordmeister am Donnerstag auf einen Fünfjahresvertrag bis 2018 geeinigt. Die Unterschriften sollen am Freitag folgen.

"Ich bin extrem erleichtert, dass der Transfer über die Bühne ist", sagte Dragovic am Donnerstagabend. "Ich gehe zu Dynamo Kiew, weil sich der Club enorm um mich bemüht hat. Dynamo hat große Ziele, auch international. Da möchte ich sehr gerne dabei sein." Der Wechsel zum ukrainischen Spitzenclub sei für ihn der nächste Karriereschritt. "Kiew ist eine tolle Herausforderung für mich", betonte Österreichs nunmehr teuerster Fußballer.

Am Samstag hatte noch die Absage von Dragovic an Kiew die Runde gemacht. Der ÖFB-Teamverteidiger habe trotz eines angebotenen Jahresgehalts von 2,2 Mio. Euro abgesagt, hieß es. "Geld spielt derzeit keine Hauptrolle in meinem Karriereplan", wurde Dragovic zitiert.

Doch Kiew, das vom ehemaligen Vorwärts-Steyr-Legionär Oleg Blochin (60) trainiert wird, ließ offenbar nicht locker. Club-Boss Ihor Surkis (54), ein ukrainischer Großindustrieller, ließ Dragovic von Basel via Nizza nach Monaco einfliegen, Donnerstagmittag sollen Surkis und Dragovic dann im Fürstentum eine Einigung erzielt haben. Am Freitag stehen für Dragovic dann in Kiew die traditionellen medizinischen Tests auf dem Programm, dann soll der Deal hochoffiziell gemacht werden.

Dragovic soll auf den Wunschlisten zahlreicher europäischer Topclubs gestanden sein. Zuletzt war der Ex-Austrianer, der 2011 für 1 Mio. Euro von Wien nach Basel wechselte, immer wieder mit Inter Mailand in Verbindung gebracht worden. Aber auch andere große Namen wie AS Roma, Borussia Dortmund, Arsenal, Valencia, Atletico Madrid, Manchester United, Manchester City oder AC Milan sollen an Dragovic drangewesen sein.

Mit einer kolportierten Ablöse von 9 Mio. Euro ist Dragovic deutlich teurer als ÖFB-Teamkollege Marc Janko beim bis dato kostspieligsten heimischen Transfer. Janko war 2010 für 6,5 Mio. Euro von Salzburg zu Twente Enschede transferiert worden.

Kiew ist im Moment nur die Nummer zwei in der Ukraine. Schachtar Donezk hat den Blau-Weißen in der jüngeren Vergangenheit klar den Rang abgelaufen und war zuletzt viermal in Folge Meister. In der vergangenen Meisterschaft war Kiew hinter Donezk und Metalist Charkiw sogar nur auf Platz drei gelandet. Kiew muss sich daher in dieser Europacup-Saison mit der Europa League zufriedengeben.