Erster Schritt aus der Krise. Tipp 3 Bundesliga | Die Admira beendet den Negativlauf. Grippewelle legt neues Schlusslicht Wiener Neustadt lahm.

Erstellt am 03. März 2013 (16:54)
NOEN, EXPA/PATRICK LEUK (APA)
Von Bernhard Garaus und Peter Gruber

„Es ist allen, Spielern, Fans, Funktionären und auch mir ein großer Stein vom Herzen gefallen“, atmet Admira-Trainer Didi Kühbauer auf. Nach elf sieglosen Spielen gelang seiner Truppe endlich wieder ein voller Erfolg – 2:1 bei Sturm Graz.

Das Führungstor der Gäste war dabei recht glücklich, Keeper Focher faustete sich einen Flatterball ins eigene Tor – ähnlich wie Austrias Schlussmann Lindner im Derby. „Natürlich war das auch Glück, aber es war ein reguläres Tor“, stellt Kühbauer klar, der nicht von einem glücklichen Sieg sprechen will, „in der zweiten Halbzeit waren wir die stärkere Mannschaft“.

Nach Tito-Zuspiel stellte Stefan Schwab auf 0:2, nach dem Anschlusstreffer durch Schloffer musste die Admira aber noch einmal zittern. Vor allem, weil wieder einmal ein Elfmeter, nach klarem Foul an Tito, nicht gegeben wurde. „Egal, wir haben die Führung drübergebracht“, meint der Trainer, der von einem ersten Schritt aus der Krise spricht: „Jetzt müssen wir nachlegen, dürfen uns nicht ausruhen.“ Mit dem WAC kommt am Samstag gleich ein direkter Gegner im Abstiegskampf in die Südstadt, „zu Hause müssen wir da voll punkten“, fordert Kühbauer.

Admiras Freud’ ist Wiener Neustadts Leid. Besser: eines von Wiener Neustadts Leiden. Eine mächtige Grippewelle hat die Mannschaft erfasst – schon bei der bitteren 0:1-Niederlage in Innsbruck legte Fieber Stützen wie Christian Ramsebner flach, vor der Partie gegen Salzburg bekam schließlich mehr als die Hälfte des Kaders striktes Spielverbot. Gerade drei Spieler hatte Wiener Neustadt auf der Bank: Osman Bozkurt, den ebenfalls kränklichen Bernd Besenlehner und Luka Radulovic, der normalerweise nur bei den Amateuren in der 2. Landesliga spielt und erst Samstag Mittag nach Salzburg nachfuhr.

„Eine Extremsituation“, erklärt Sport- und PR-Manager Günter Kreissl sein Ansuchen an die Liga, das Spiel zu verschieben. Die blieb aber hart: „Eine Absage aufgrund erkrankter Spieler ist in den Bestimmungen nicht vorgesehen“, meinte David Reisenauer, bei der Bundesliga zuständig für den Spielbetrieb.

Kurz sah es in Salzburg trotzdem nach einem Fußballwunder aus. Arvedin Terzic brachte Wiener Neustadt in Führung. Soriano und Alan machten die Träume aber schnell zunichte.