Es hat sich "ausgepolstert". Toni Polster muss als Admira-Trainer nach nur vier Pflichtspiele wieder gehen. Nachfolger wird der bisherige Co-Trainer Oliver Lederer.

Erstellt am 10. August 2013 (11:18)
NOEN, EXPA/MICHAEL GRUBER

Von Bernhard Garaus und Peter Hofbauer

Maria Enzersdorf - Die Amtszeit von Toni Polster als Trainer von Admira Wacker Mödling ist nach vier Pflichtspielen schon wieder zu Ende. 

Die mit null Punkten am Tabellenende liegenden Südstädter trennten sich noch vor dem wichtigen Bundesligaspiel der vierten Runde am (heutigen) Samstagabend gegen den Vorletzten Sturm Graz wegen des schwachen Starts und diverser Auffassungsunterschiede vom 49-Jährigen.

Positive Blutgruppe reichte nicht aus

Trotz der 1:7 Niederlage gegen Grödig und einem Torverhältnis von 2:11 war Polster, für den es sein erstes Trainieramt in der obersten Spielklasse war, noch optimistisch: „Meine Blutgruppe ist positiv - ich bin es auch. Wir bügeln die Pleite in Grödig aus“, hatte er nach der jüngsten Pleite des Tabellenletzten während der Woche gesagt. Ein Krisengipfel sorgte jedoch nun für die Entscheidung, schon früh in der Saison die Reißleine zu ziehen. 

Nach dem Abschluss-Training am Freitagabend war es soweit - die Trennung wurde fixiert. Manager Alexander Friedl: "Nach dem schlechten Start mussten wir einfach reagieren. Wir hatten nicht das Gefühl, dass mit ihm eine Trendwende möglich ist."

"Hätten noch Zeit gebraucht"

Der ÖFB-Rekordtorschütze. verabschiedete sich am Samstagvormittag beim Abschlusstraining für das Sturm-Spiel bereits von der Mannschaft. Polster selbst reagierte angeschlagen: "Es ist natürlich bitter. Die jungen Spieler hätten noch Zeit gebraucht. Schade, dass ich die Zeit nicht bekommen habe - aber so ist Fußball."

Die Nachfolge tritt Polsters bisheriger Co-Trainer Oliver Lederer an, der bereits nach dem Abgang von Didi Kühbauer als aussichtsreicher Kandidat gehandelt wurde, dann aber "nur" Co. von Polster war. Als Admira-Urgestein war Lederer seit 2010 auch schon für die Admira-Amateure verantwortlich.  

Kapitän Richard Windbichler: "Mit ihm will der Verein einen neuen, jungen Weg gehen."

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