„Ice2Ice“-Projekt führt von Alaska nach Patagonien. Extremsportler Michael Strasser wird am 23. Juli sein Abenteuer von Alaska nach Patagonien in Angriff nehmen und wird dabei rund 185.000 Höhenmeter erklimmen.

Von Thomas Steiger. Erstellt am 27. Juni 2018 (09:31)
Michael Strasser wird am Ende Juli sein „Ice2Ice“-Projekt starten und will die 23.000 Kilometer in unter 100 Tagen bewältigen.
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Michael Strasser startet am 23. Juli 2018 sein Projekt „Ice2Ice“ von Alaska nach Patagonien und setzt sich weniger als 100 Tage als Ziel für 23.000 Kilometer und 185.000 Höhenmeter.

Wenn man in Michael Strassers Augen blickt, sieht man seinen unbändigen Willen, seine gesteckten Ziele zu erreichen. Dass dieses Unterfangen unter dem Motto Weltrekordjagd steht, ist nach seinem erfolgreich zu Ende gegangenen Ritt durch Afrika mit „Cairo2Cape“ selbsterklärend. „Ich möchte mir selbst beweisen, was in meinem Körper steckt und die Grenzen des Möglichen ausloten“, will Strasser seinen Körper fast schon übermenschlich ausreizen. Und er nimmt sich einiges vor, was für den Otto Normalverbraucher unmenschlich klingt.

23.000 Kilometer Fahrt durch 14 Länder

Auf den Niederösterreicher, der für den burgenländischen LTC Seewinkel fährt, warten 23.000 Kilometer Fahrt durch 14 verschiedene Länder in Nord- und Südamerika. Der Projektname kommt von den Frosttemperaturen, die beim Start in Alaska und beim Ziel in Patagonien vorherrschen. „Ich werde von unterschiedlichen Minusgraden bis zu tropischer Hitze alles erleben. Neben den klimatischen Unterschieden werden die unterschiedlichen Straßenverhältnisse zu einem großen Fragezeichen für mein Vorankommen“, erläutert der Extremsportler, der von vielen äußeren Faktoren abhängig ist. „Ich habe meine Hausaufgaben gemacht, bin in der Form meines Lebens und bereit für mein größtes Sportabenteuer.“

Dass er auf seine Trainingsreserven der letzten zehn Jahre zurückgreifen wird müssen, beweist der Umstand, im Projekt „Ice2Ice“ 120 Mal den Großglockner zu erklimmen. Das sind ca. 185.000 Höhenmeter, die es zu absolvieren gilt. „Alleine die Überquerung der Anden wird eine Herausforderung“, so Strasser dazu.

Wie in Afrika wird Michael Strasser mit seinem Projekt die Spendentrommel rühren. Er hat aufgrund seiner an ALS erkrankten Mitbewohnerin Sarah, um die er sich 1,5 Jahren intensiv kümmert, einen direkten Bezug zur Amyotrophe Lateralsklerose-Erkrankung, die Spenden werden an Einrichtungen zur ALS-Hilfe gehen.