FC Lustenau wird Profibetrieb einstellen. Den FC Lustenau, Konkurrent der NÖ Klubs in der Heute für Morgen-Ersten Liga, wird es ab Sommer in dieser Form nicht mehr geben.

Erstellt am 24. Januar 2013 (18:06)
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Präsident Dieter Sperger gab am Donnerstag gegenüber den "Vorarlberger Nachrichten" (VN) bekannt, dass er entweder die Lizenz verkaufen oder den Verein der Ersten Liga auf Amateurbetrieb umstellen will. Letzteres würde bedeuten, dass der Vorarlberger Club keine Lizenz bekommen und in die Regionalliga absteigen würde.

Der FC kämpft seit Wochen mit finanziellen Problemen. Zu Wochenbeginn ist zudem der gesamte Vorstand mit Ausnahme von Präsident Sperger zurückgetreten. Die VN berichteten, dass von der Wirtschaftspolizei bei Hausdurchsuchungen bei Sprenger ein Aktenordner gefunden worden sei, der "prall gefüllt mit Doppelverträgen der Spieler" sein soll.

Am Donnerstagvormittag gab Sprenger daher den Plan bekannt, den Profibetrieb beim FC Lustenau einzustellen. "Den FC Lustenau wird es als Profiverein nicht mehr geben. Ich will einen geordneten Rückzug in den Amateur-Fußball", erklärte der FC-Präsident den VN. Zudem will er die Lizenz verkaufen. In Vorarlberg wird spekuliert, dass höchstens Bregenz Interesse zeigen könnte.

Sollte der Verkauf der Lizenz nicht klappen oder der FC Lustenau in die Insolvenz schlittern, ist die Abstiegsfrage in der Ersten Liga geklärt. Lustenau würde in die Regionalliga absteigen, der Tabellen-Neunte würde im Juni in die Relegation gegen den Meister der Regionalliga Ost gehen. Die Vertreter der Regionalligen Mitte und West ermitteln den zehnten Teilnehmer der Ersten Liga 2013/14.