Fenninger holte mit Lenzerheide-Sieg RTL-Kugel. Die Traum-Saison von Anna Fenninger ist am Sonntag mit einem weiteren Triumph würdig zu Ende gegangen.

Erstellt am 16. März 2014 (15:16)

Die Salzburgerin siegte beim Weltcup-Finale in Lenzerheide im Riesentorlauf und sicherte sich damit auch Platz eins in der Disziplinwertung. Damit hat die 24-Jährige in diesem Winter bei Olympia Gold und Silber sowie im Weltcup die große und eine kleine Kristallkugel gewonnen.

"Wenn mir das jemand vor der Saison prophezeit hätte, dann hätte ich ihm ein Busserl gegeben und gesagt: 'Danke, das nehm ich.' Unglaublich, dass das auch noch gegangen ist", freute sich Fenninger, Österreichs "Sportlerin des Jahres 2013", die wohl auch 2014 gute Chancen auf diese Auszeichnung hat.

"In letzter Zeit ist es einfach sehr gut gelaufen für mich, es ist wirklich alles aufgegangen. Danke an alle, die mitgeholfen haben", meinte Fenninger, die in den vergangenen Wochen zahlreiche Drucksituationen mit Bravour gemeistert hat. "Es war Neuland für mich, mit so viel Druck umzugehen. Um das zu schaffen, dafür muss ein gutes Team hinter einem stehen. Und das war der Fall."

Dass ihre erste kleine Kristallkugel im Riesentorlauf gewonnen wurde, freute Fenninger ganz besonders. "Das ist extrem schön, ich kann's nicht in Worte fassen, wieviel mir das bedeutet. Ich hab in den letzten vier Jahren extrem hart dafür gearbeitet." Nun ist Fenninger aber froh, dass das Trophäensammeln ein Ende hat.

"Das war schon sehr anstrengend alles, ich freu mich auf einen Urlaub", sagte Fenninger, die zum Saisonabschluss einen ÖSV-Doppelsieg anführte. Denn die Tirolerin Eva Maria Brem verbesserte sich im zweiten Lauf vom siebenten noch auf den zweiten Platz, am Ende fehlten ihr 0,25 Sekunden auf Fenninger.

"Schön, wenn es so aufhört. Jetzt haben einen Grund zum Feiern. Unglaublich, dass endlich alles zusammenläuft", jubelte Brem, die nach den verpassten Olympischen Winterspielen erst im Saisonfinish voll auf Touren gekommen ist. "Ich habe schon einige Male ernsthaft darüber nachgedacht, ob ich das wirklich noch weitermachen will", gestand die 25-Jährige, für die es das beste Karriereergebnis war.

Jessica Lindell-Vikarby landete am Sonntag auf Rang drei, in der Riesentorlauf-Gesamtwertung lag die Schwedin am Ende 26 Punkte hinter Fenninger. "Das war eine großartige Saison, mit der ich zufrieden sein muss. Die Kugel wäre das Überdrüber gewesen", meinte Lindell-Vikarby. Verabschiedet aus dem Weltcup haben sich am Sonntag die Finnin Tanja Poutiainen und die Italienerin Denise Karbon.