Der Notfallplan der Fischers: Traktor raus, Sarah rein. Sarah Fischer bangt nach positivem Covid-Test um die Olympiateilnahme. Aktuell trainiert sie zuhause im „Stadl“.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 14. Juli 2021 (04:02)
So gerne würde Sarah Fischer in Tokio Gewichtheben. Noch sorgt ein positiver Covid-Test für Probleme.
APA/ÖGV/Markus Koch, APA/ÖGV/Markus Koch

Der Schock war groß, als Sarah Fischer vor der Olympia-Einkleidung einen positiven Corona-Test abgab. Das bedeutete: Sofort in Isolation, und der Kampf gegen die Zeit begann.

Am 23. Juli soll die 20-jährige Rohrendorferin (Bezirk Krems) in den Flieger nach Tokio steigen. Am 2. August soll Fischer zum ersten Mal die olympische Gewichtheberbühne betreten. Der große Traum ist zwar noch lange nicht geplatzt, aber doch in Gefahr, wie Vater Ewald Fischer bestätigt: „Das war natürlich ein Schock. Wir haben uns so für Sarah gefreut, weil sie die Qualifikation auf dem letzten Drücker geschafft hat. Und jetzt das.“

Die Fischers wurden aber recht schnell recht konstruktiv. Ewald räumte den hauseigenen „Stadl“ leer. „Sie kann zuhause alles machen. So wie in unseren Anfangsjahren. Traktor raus, Gewichte rein!“

Und natürlich Tochter Sarah, mit der der Herr Papa seither mit rund 80 Prozent Intensität trainiert. „Sarah hat keine Symptome. Man muss trotzdem vorsichtig sein.“

Vorsichtig sind die Fischers nicht nur bei der Trainingssteuerung. Sarah bezog ein Fremdenzimmer und kommt nur zu den Trainings heim. „Alles wird doppelt und dreifach desinfiziert. Ich bin ja negativ, und das soll so bleiben“, will auch Ewald mit nach Japan. Bis zum Abflug Richtung Japan muss die stärkste Frau Österreichs zwei negative PCR-Tests abliefern. Dann können die Fischers endlich ihren Traum leben. Das Ziel? „Ein Top-10-Platz wäre eine tolle Leistung“, meint Ewald Fischer.