Grafenegg: Sport und Wirtschaft tauschen sich aus

Beim ersten Sports & Economy Summit, zu dem Landesrat Jochen Danninger geladen hatte, diskutierten prominente Gäste, wie Wirtschaft und Sport voneinander profitieren können.

Wolfgang Wallner
Wolfgang Wallner Aktualisiert am 21. September 2021 | 09:47

Sport und Wirtschaft haben mehr gemeinsam als es auf den ersten Blick scheint. Beide Sparten haben in Niederösterreich einen hohen Stellenwert. Wenn es nun darum geht, diese beiden Bereiche weiter zu stärken und neue Potenziale zu entdecken, können ein Blick über den eigenen Tellerrand und das Lernen voneinander wertvolle Einsichten bringen.

Grafenegg stand daher am gestrigen Freitag ganz im Zeichen des Austauschs zwischen namhaften Vertreterinnen und Vertretern aus dem Sport- und Wirtschaftsbereich, die die Wechselbeziehungen aus verschiedensten Blickwinkeln diskutierten. Zahlreiche interessierte Gäste folgten der Einladung von Sport- und Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger (ÖVP) in die Reithalle. Und natürlich prominente Diskutanten wie der ehemalige Weltklasse-Abfahrer Michael Walchhofer, der einstige Formel-I-Star Alexander Wurz, Ski-Weltmeisterin Elisabeth Görgl, Politik-Professor Peter Filzmaier und Kombinierer Felix Gottwald.

Jede Menge Prominenz

Im Auditorium gesichtet u.a. NÖ-Skiboss Wolfgang Labenbacher, SKN-Frauenchef Wilfried Schmaus, Ex-Teamkicker Toni Pfeffer, SKN-Marketingprofi Wolfgang Gramann, NÖFV-Präsident Johann Gartner und Verbandsgeschäftsführer Heimo Zechmeister, die einstige Weltklasse-Eiskunstläuferin Emese Hunyady, viele mehr.

Sportbusiness erwirtschaft in NÖ jährlich 2,3 Milliarden

„Engagement, Sports- und Unternehmergeist, Kreativität und Flexibilität – das sind Eigenschaften, die ganz wesentlich zum sportlichen wie auch zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen. Und damit bilden sie auch die Grundpfeiler des Standortes Niederösterreich. Die heutige Veranstaltung zeigt: Sport und Wirtschaft sind ein unschlagbares Team“, betonte Sport- und Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger im Rahmen des ersten sport economy summit in Grafenegg. Darüber hinaus unterstreicht er den Wirtschaftsfaktor Sport. „Der Sport ist aber auch ein wesentlicher Wirtschafsfaktor. Über 40.000 Menschen sind in der niederösterreichischen Sportwirtschaft beschäftigt und erwirtschaften 2,3 Milliarden Euro jährlich. Das bedeutet, dass jeder 20. Euro hier in Niederösterreich auf den Sport zurückzuführen ist.“

Voneinander lernen

In der ersten Diskussionsrunde sprachen Staatssekretär und ÖTV-Präsident Magnus Brunner, Landesrat Jochen Danninger, Sportmanagerin Sandra Reichel sowie die ehemaligen Ausnahmeathleten Felix Gottwald und Alexander Wurz darüber, was Wirtschaft und Sport voneinander lernen. Medien und digitale Potentiale in der Sportvermarktung war das Thema, das in Folge RS digital Eigentümer Roland Schmid, ORF-Sportchef Hans-Peter Trost, Sportradar Media Services-Geschäftsführer Rainer Geier und Politologe Peter Filzmaier beleuchteten. Zum Abschluss diskutierten ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki, woom GmbH Geschäftsführer Marcus Ihlenfeld sowie Ex-Skistars Elisabeth Görgl und Michael Walchhofer über die gesellschaftliche Dimension von Wirtschaft und Sport.

„Bei unserem ersten sport economy summit, den ecoplus und Sportland gemeinsam organisiert haben, wurden die Wechselbeziehungen zwischen Wirtschaft, Sport und Gesellschaft in spannenden Diskussionen herausgearbeitet. Wir wissen, welche Innovationskraft und welches Potenzial darin liegen, voneinander und miteinander zu lernen – auch über die Grenzen des eigenen Bereichs hinaus. So gelingt es uns Niederösterreich als lebenswerten und erfolgreichen Wirtschaftsstandort zu stärken“, so ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki.

Gesellschaft muss in Bewegung bleiben

„Ich liebe es von anderen Sportlern oder Unternehmer zu hören, um von deren erfolgreicher Lebenserfahrung und Ansichten zu lernen. Im Schloss Grafenegg haben wir auch eine sehr coole Location, um der Eventstimmung den nötigen Rahmen zu geben“, sagte Alexander Wurz. „Ich freue mich sehr beim Sport Economy Summit dabei zu sein, um einerseits über den Grenzgang im Spitzensport zu sprechen, warum manchmal Umwege auf der Rennpiste und im Leben auch schneller ans/ins Ziel führen können. Zudem bin ich überzeugt, dass wir nur als Gesellschaft in Bewegung spitze bleiben“, so Michael Walchhofer.

„Bei dieser hochkarätigen Veranstaltung freue ich mich vor allem auf einen regen Gedankenaustausch zum Thema Medien, Digitalisierung, Sport und die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft“, sagte Hans Peter Trost. „Ein besonderes Anliegen ist mir die Förderung von Mädchen und jungen Frauen. Dies betrifft einerseits die sportliche Nachwuchsarbeit, ganz besonders natürlich für den Tennissport! Es geht für mich aber auch über den Sport hinaus, um die Förderung und Stärkung der Stellung der Frau in unserer Gesellschaft“, meinte Sandra Reichel, die erfolgreich im Tennis-Management tätig ist. „Vielen Dank für die Einladung. Ich finde es sehr spannend, das Thema Sport und Wirtschaft so interdisziplinär zu diskutieren und hoffe mit meiner Anwesenheit einen Ein- und Ausblick betreffend Digitalisierung beim Sportkonsum zu übermitteln“, sagte Rainer Geier, der mit Sportradar und der Laola1-Gruppe im Medien- und Datengeschäft tätig ist.