Vorfreude bei den EURAM Bank Open im Adamstal. Beim morgen, Mittwoch, beginnenden European-Tour-Turnier im niederösterreichischen Ramsau steht ein hochklassiges Starterfeld aus 26 Nationen vor dem Abschlag. Darunter befinden sich auch elf Österreicher.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 14. Juli 2020 (15:40)

Die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm herrscht momentan im niederösterreichischen Ramsau, wo sich die europäische Golf-Elite auf den nächsten Einsatz vorbereitet. Nach den Austrian Open in der letzten Woche in Atzenbrugg ist die European Tour geschlossen zum Golf Club Adamstal übersiedelt, wo ab morgen mit den EURAM Bank Open 2020 das zweite Turnier nach der corona-bedingten Zwangspause auf dem Saisonplan steht.

Unter denselben strikten gesundheitlichen Sicherheitsvorkehrungen und Hygienemaßnahmen, die schon vorige Woche perfekt umgesetzt wurden, steht auch auf dem spektakulären Areal von Ex-Rallye-Staatsmeister Franz Wittmann einem sportlichen Feuerwerk nichts im Wege. Davon ist auch Tournament Director Mikael Eriksson überzeugt, der nach einer Platz-Besichtigung mit dem Hausherrn von der Einzigartigkeit des Platzes schwärmte.

Internationale Besetzung, hohes Preisgeld

156 Spieler aus insgesamt 26 Nationen werden morgen ab 7.00 in der Früh ins mit 500.000 Euro dotierte Turnier im Adamstal gehen. Der Sieger der EURAM Bank Open 2020 wird dann am Nachmittag des kommenden Samstags feststehen. Das Starterfeld stellt sich aus Spielern der European Tour sowie auch der Challenge Tour zusammen.

Aus Deutschland kommen mit Marcel Schneider und Nicolai von Dellingshausen zwei Spieler, die letzte Woche in Atzenbrugg bis zum Schluss um den Sieg mitgekämpft haben. Schneider wurde letztendlich Zweiter, und von Dellingshausen weiß sogar, wie man im Adamstal gewinnen kann. 2017 gewann der Profi aus Düsseldorf hier die EURAM Bank Open. Marcel Schneider spielte letztes Jahr im Adamstal am Beginn des Turniers mit einer 62-er-Runde zwischenzeitlichen Platzrekord.

Ein interessanter Mann ist auch Marcel Siem aus Deutschland. Nicht weil er genau am morgigen Tag seinen 40. Geburtstag feiert, sondern weil er früher als vielleicht emotionalster Spieler der Tour bekannt war. Die Wutausbrüche von Siem, der seine Einstellung jedoch mittlerweile geändert hat, waren ebenso legendär wie sein selbst auferlegtes Motto „Lieber grandios scheitern, als langweilig Erfolg zu haben.“

Mit dem Niederländer Joost Luiten ist ein weiterer absoluter Sieganwärter am Start. Er kann bereits acht Siege auf der European Tour vorweisen und lag vorige Woche bei den Austrian Open ebenso zwischenzeitlich in Führung wie  der Schotte Craig Howie, der ebenfalls im Adamstal abschlägt.

Zwei sehr starke Franzosen sind Julien Quesne und Joel Stalter. Quesne hält im Adamstal mit 61 Schlägen seit 2019 sogar den aktuellen Platzrekord. Stalter überzeugte in Atzenbrugg mit einer durchwegs auffälligen Leistung.

Mit einem Topten-Spieler ist auch Spanien im Adamstal vertreten. Adri Arnaus zeigte schon öfters auf der Tour sein großes Potenzial.

Elf Österreicher am Start

Aus nationaler Sicht stehen elf Mann im Aufgebot für die EURAM Bank Open. Der Steirer Lukas Nemecz will hier fortsetzen, wo er letzte Woche mit einer immer besser werdenden Form, die ihn als besten Österreicher auswarf, aufgehört hat. Auch der Niederösterreicher Markus  Habeler holte in Atzenbrugg den Cut, was ihn für die Aufgabe im Adamstal sehr zuversichtlich stimmt. Das Erreichen der Finalphase haben auch die Steirer Martin Wiegele, Timon Baltl, Gerold Folk sowie der Salzburger Lukas Lipold und die Niederösterreicher Markus Brier und  Sebastian Wittmann im Visier.

Zudem wurden vom Österreichischen Golfverband die beiden Amateure Maximiian Lechner aus Niederösterreich und Christoph Bleier aus Oberösterreich für die EURAM Bank Open 2020 nominiert. Dazu Maximilian Lechner: „Ich freue mich wirklich sehr auf diese Herausforderung. Den Platz kenne ich schon von einigen Turnieren. Von da her weiß ich, dass mich keine leichte Aufgabe erwartet.“ Christoph Bleier: „Ich kenne den Platz bereits von zwei Proberunden und einem Turnier. Er ist sehr schwierig zu bespielen, Trotzdem hoffe ich auf den Cut, alles andere ist für mich ein erfreulicher Bonus.“

Große Vorfreude herrscht natürlich bei GC-Adamstal-Präsident und Hausherr Franz Wittmann: „Ich hoffe auf ein spannendes Turnier, bei dem recht viele Österreicher den Cut schaffen. Besonders gefreut hat mich das Lob des schwedischen European Tour Directors Mikael Eriksson, der nicht nur die einmalige Struktur des Platzes im Adamstal besonders hervorhob, sondern auch den momentanen Zustand des Platzes in den höchsten Tönen lobte. Darauf kann nicht nur ich persönlich, sondern meine ganze Mannschaft stolz sein.“