Krems im entscheidenden Finalspiel mit Heimvorteil. Für den UHK Krems liegt der erste Handball-Meistertitel seit 42 Jahren zum Greifen nahe.

Von APA Red. Erstellt am 07. Juni 2019 (09:28)
Horst Sommer

Im fünften und entscheidenden Spiel der Finalserie am Samstag (20:15 Uhr/live ORF Sport+) können die Saisondominatoren gegen Hard den Sack zumachen und haben dabei Heimvorteil.

Statistisch spricht alles für die Kremser. Erst einmal konnte sich ein Team, das nicht mit Heimvorteil ins Finale ging, die Meisterkrone aufsetzen: Im vergangenen Jahr bei der Premiere der "best of five"-Serie waren es die Fivers, die sich so in vier Spielen gegen Hard durchsetzen. Freilich weiß auch Hard, wie's geht, setzte sich in der Rückrunde der Bonusrunde in der Wachau mit 29:25 durch.

"Der Druck ist jetzt aber auch größer"

Krems, das in allen bisherigen Saisonphasen den Ton in der Liga angab und bereits den Cup holte, muss also "liefern". Das bestätigte Josef Nussbaum indirekt: "Wir haben eine Heimstärke, und die wollen wir ausspielen. Der Druck ist jetzt aber auch größer", erklärte der Obmann der Kremser. Hard jedenfalls will sich auf dem Weg zum siebenten Meistertitel noch einmal aufbäumen. "Wenn wir hinten so kompakt stehen, die Fehler weglassen, auf dem Platz um jeden Zentimeter kämpfen, können wir den Titel in Krems holen", zeigte sich Flügel-Routinier Michael Knauth überzeugt.

Kein Thema sollte am Samstag jener Aufreger sei, für den Krems in Hard mit dem sofortigen Abgang nach Schlusspfiff gesorgt hatte. Krems-Coach Ibish Thaqi erklärte sich auf der Club-Website. Die Partie sei das "spannendste, intensivste und aufregendste Spiel meiner Trainerlaufbahn" gewesen, schrieb der ehemalige ÖHB-Teamakteur. "Dabei wurden unheimliche und auch teils unbekannte Emotionen frei, die man - und vor allem ich - nicht einfach mit dem Schlusspfiff abschalten kann. Mein unsportliches Verhalten tut mir aufrichtig leid und ich kann nur hoffen, dass das Harder Publikum, die Kremser Fans, die Harder Mannschaft und Funktionäre meine Entschuldigung annehmen können."