Kremser Ausgleich mit letzten Atemzug. Im Duell gegen die Tiroler mit dem Ex-Kremser Gerald Zeiner war für die Wachauer alles möglich. Am Ende gab es mit dem Remis eine gerechte Punkteteilung, mit der beide Teams gut leben konnten. Ausgerechnet Sebastian Feichtinger, der auch schon in Diensten der Schwazer stand, war für den UHK-Treffer zum 26:26 verantwortlich.

Von Bert Bauer. Erstellt am 11. September 2021 (11:55)
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Mit all seiner Routine sorgte Sebastian Feichtinger mittels gewaltigem Sprungwurf zum verdienten 26:26-Ausgleich für den Förthof UHK Krems in Schwaz.
Bert Bauer

SCHWAZ HANDBALL TIROL - FÖRTHOF UHK KREMS 26:16 (13:11).  Die Anfangsphase  stand ganz im Zeichen der Torhüter, wobei der Aliaksei Kishou, der  weißrussische  Schlussmann der Tiroler, seinem Ruf als einer der stärksten Keeper der Liga einmal mehr gerecht wurde. Der Kremser Gegenpart-Duo mit Ivan Budalić und Lukas Domevscek stand ihm aber um nichts nach . Dennoch erarbeiteten sich die Gastgeber einen kleinen Vorsprung, der sich in einer Zwei-Tore-Führung manifestierte.  Die Kremser hatten aber ab Minute 25 Romas Kirveliavičius vorgeben müssen, der nach einem Foul an Michael Miskovez mit Rot des Feldes verwiesen wurde . Eine Entscheidung, die nicht nur für UHK-Trainer Ibish Thaqi schlichtweg übertrieben war: "Miskovez ließ sich bei Kiwis Attacke von vorne theatralisch fallen und gab nach dem Spiel selbst zu, dass eine Zeitstrafe für den Neo-Kremser durchaus genügt hätte."

"Sebo" Feichtinger stahl Ex-Team die Show

Die Wachauer benötigten einige Zeit, um sich von diesem Schock zu erholen. Schwaz zog nach der Pause auf 18:14 davon (38.), aber Jochmann & Co warteten wie schon in der Vorbereitung mit tollen Kampfgeist auf und fanden zudem auch immer besser ihre spielerische Linie, führten sogar in der 56. Minute mit 25:24.  So entwickelte sich das Finish aus Sicht der "Gelb-Roten" zu einem Ritt auf der Rasierklinge, dem Sebastian Feichtinger zwei Sekunden vor der Schlusssirene ein versöhnliches Ende setzte. Nach einer geschickten Spielverlagerung seiner Mannschaftskameraden setzte "Sebo" aus zentraler Position zum Sprungwurf an und  hämmerte das Spielgerät zur Freude von Trainer Ibish Thaqi wuchtig zum 26:26 in die Kreuzecke des Schwazer Gehäuses: "Wir wurden damit für einen phantastischen Fight belohnt. Diese Vorstellung sollte auch eine weitere Mut-Injektion für den nächsten Schlager am Freitag in der Hollgasse sein." Dort steht das alte Rivalen-Duell gegen die Fivers, dem Ex-Team von Romas "Kiwi" Kirveliavičius, an.

Tore UHK Krems: Jakob Jochmann (10/6); Matthias Führer (5); Sebastian Feichtinger (4); Romas Kirveliavičius (2); Tobias Auß (2); Fabian Posch (1); Gabor Hàjdu (1), Gašper Hrastnik (1).