Kremser stürmen souverän ins HLA-Halbfinale. Der Semifinal-Knaller gegen die Fivers ist perfekt! Die Wachauer hatten in Match 2 in Ferlach mit der ersatzgeschwächten Kärntner Konkurrenz weit weniger Probleme als die Margaretner, die im Bundeshauptstadt-Derby gegen West Wien nur knapp an einer Entscheidungspartie vorbei schrammten. Trotz des klaren Erfolges gilt es für Trainer Ibish Thaqi noch an einigen Schrauben zu drehen, um für die Duelle gegen die Europacup-erprobten Wiener gewappnet zu sein.

Von Bert Bauer. Erstellt am 16. Mai 2021 (09:11)
David Nigg kommt nach seiner Verletzung immer besser in Schwung. In Ferlach glänzte der UHK-Flügelflitzer sowohl bei den schnellen Kremser Gegenstößen als auch mit präzisen Würfen von der linken Außenposition.
Usercontent, Bert Bauer

Ferlach  - Krems 24:37 (11:21). So wie im Heimspiel erwischten die Wachauer auch auswärts den besseren Start. Der Vorsprung pendelte sich längere Zeit auf drei Treffer ein  (10:13 in Minute 20), bevor Jochmann & Co Mitte der ersten Halbzeit einen Zahn zulegten und  Ivan Budalić im Kremser Gehäuse die Ferlacher Angreifer mit seinen Paraden zur Verzweiflung brachte. Die "Rot-Gelben" trafen fünf Mal in Serie und zogen auf 18:10 (24.) davon, bis der Vorsprung zur Pause sogar zweistellig wurde. In dieser Phase hatte die junge Kärntner Truppe der UHK-Standardbesetzung nichts entgegen zu setzen, sodass Trainer Ibish Thaqi seine Stammcrew nach dem Seitenwechsel vorerst geruhsam auf der Ersatzbank Platz nehmen ließ.

Kremser Youngsters nutzen ihre Chance nicht

Mit Ausnahme von Goalie Lukas Domevscek  gelang es den UHK-Youngsters aber nicht, den dicken Torepolster zu "verwalten". Im Gegenteil. Die blutjunge Kärntner Gegenseite nützte die zahlreichen Fehler der zweiten Kremser Garnitur und kam sogar durch Florian Ploner bis auf 20:24 heran (42.). Trainer Ibish Thaqi war gezwungen, die Reißleine zu ziehen. Er beorderte wieder seine Stamm-Sechs auf die Platte, die danach endgültig für klare Verhältnisse sorgte, weil den  Kärntner Nachwuchskräften auch schön langsam die Luft ausging. Vor allem David Nigg nützte die Ermüdungserscheinungen auf der Gegenseite zu einigen schönen Kontertreffern.  Der UHK-Flügelflitzer wurde von den Gastgebern nach der Schlusssirene gemeinsam mit Ferlachs Mathias Rath zu den "Men of the Match" gekürt. 

Fabian Poschs Spielanalyse ging bereits in Richtung Semifinale: "Wie schon in Krems hatten wir auch hier beim Durchwechseln große Probleme. Solch schlechte Phasen müssen wir unbedingt abstellen, um die Mannen um Topshooter Lukas Hutecek aus dem Bewerb werfen zu können."

Tore UHK Krems: Gašper Hrastnik (6), Sebastian Feichtinger (5), David Nigg (5), Jakob Jochmann (4/2), Fabian Posch (4), Kenan Hasecic (4), Gabor Hàjdu (2), Lukas Nikolic (2), Gunnar Prokop (2), Mario Lippitsch (2), Oliver Nikic (1)