UHK Krems: Gelungener Restart mit Wermutstropfen . Für Krems-Trainer Ibish Thaqi war es das bisher wichtigste Spiel seiner Truppe in der bisherigen Saison. Die "Rot-Gelben", mit nur einem mickrigen Vorbereitungsspiel in den Beinen, zeigten sich nach der WM-Pause gegen eine direkten Konkurrenten um die Ränge 1 bis 6 in allen Belangen verbessert und haben nun wieder alle Chancen, das Ticket für die Bonusrunde zu lösen. Der Sieg hatte allerdings einen bitteren Beigeschmack, denn Kapitän Marko Simek schied mit Verdacht auf Kreuzbandriss aus und könnte für lange Zeit ausfallen.

Von Bert Bauer. Erstellt am 07. Februar 2021 (12:29)

KREMS - BÄRNBACH/KÖFLACH 28:20 (12:11). Der erste Spielabschnitt entwickelte sich noch  zu einem Duell auf Augenhöhe, bei dem es keinem Team gelang, sich vom Konkurrenten entscheidend abzusetzen. Den ersten Nackenschlag - einen vergebenen Siebenmeter von Jakob Jochmann beim Stand von 3:4 stecken die Gastgeber ebenso schnell weg wie den darauffolgenden Tiefschlag in Minute 17: Kapitän Marko Simek knickte bei einer Offensiv-Aktion unglücklich  um, musste von Schmerzen geplagt das Parkett verlassen und könnte für lange Zeit ausfallen. Die erste Diagnose von Klubarzt Wolfgang Hagel: Verdacht auf Kreuzbandriss. Der UHK hatte bereits sein neues Gesicht gezeigt: mit stark verbessertem Zugriff in der Defensive und generell geringerem Fehleraufkommen.  Mit  Newcomer Sebastian Feichtinger entwickelte sich ein deutlich verbessertes Drohszenario im Angriff. Der "Heimkehrer", stieß erst vor fünf Wochen zur Mannschaft und steuerte nicht nur drei Treffer bei, sondern fungierte auch als genialer Assist-Geber.

Fokussierte Kremser lassen nichts mehr anbrennen

Nach dem Wechsel brachte sich auch die bessere besetzte Bank der Heimischen ins Spiel, während bei der Topformation der Weststeirer langsam die Kräfte schwanden. Den Kremsern gelang es in zweimaliger Unterzahl durch Gunnar Prokop auf 16:12 davon zu ziehen (37.), ein Vorsprung, der bis zur Schluss-Sirene sogar noch verdoppelt wurde. Ein zusätzliche Plusfaktor der  Wachauer in den überzeugenden  zweiten dreißig Minuten:  Goalie Ivan Budalić. Ein Empty-Net-Goal war dabei die Draufgabe auf eine Serie sensationeller Paraden des Kroaten mit insgesamt 13 Saves . Auch die Trefferverteilung der Wachauer mit acht Akteuren in der Torschützenliste spiegelte die neu gewonnen Kompaktheit der Thaqi-Schützlinge wider.

Tore UHK Krems: Jakob Jochmann (3/1), Tobias Auß (4), Fabian Posch (4), Gunnar Prokop (4), Sebastian Feichtinger (3), Gašper Hrastnik (5), Kenan Hasecic (4), Ivan Budalić (1).