Lizenz: Scharfe Kritik von Schneeberger und Bohuslav.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 30. Mai 2018 (09:10)
Ärger bei Landesrätin Petra Bohuslav (li.) und Wiener Neustadts Bürgermeister Klaus Schneeberger (re.).
Franz Baldauf (Collage NÖN)

Für viele Fußballbegeisterte ist es ein „Kasperltheater“: Der TSV Hartberg erhielt die Lizenz für die Bundesliga (wir berichten darüber auf meinfussball.at, dem Fan-Corner der NÖN - siehe hier). Das ständig neutrale Schiedsgericht hob die Entscheidungen der Bundesliga, Hartberg nicht die Lizenz zu erteilen, auf. Die Wiener Neustädter Kicker können somit nicht direkt aufsteigen und müssen gegen St. Pölten Relegation spielen.

„Entscheidung stellt den gesamten Lizenzierungsprozess in Frage"

Scharfe Kritik kommt von ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger und ÖVP-Sportlandesrätin Petra Bohuslav. „Diese Entscheidung ist eine Ohrfeige für alle Bemühungen des SC Wiener Neustadts und der Stadt Wiener Neustadt die Bundesligakriterien zu erfüllen, vor allem aber für unsere Mannschaft, aufgrund der hier gewählten Vorgangsweise. Wir können diese Situation nun nur so nehmen, wie sie ist. Es gilt daher nach vorne zu schauen, um die Relegation gegen den SKN Sankt Pölten zu gewinnen“, meint Schneeberger.

Landesrätin Bohuslav kritisiert: „Die Entscheidung stellt den gesamten Lizenzierungsprozess in Frage: Zuerst die Bedingungen nicht erfüllen und erst nach zwei negativen Entscheidungen seinen Verpflichtungen nachkommen - damit wird die Lizenzvergabe zu einer Farce. Die Leidtragenden sind die engagierten Funktionäre, Spieler und Fans jener Vereine, die sich an die Lizenz-Vorgaben der Bundesliga zeitgerecht halten und im Vorfeld hart dafür arbeiten."

Auch den Zeitpunkt der Entscheidung findet sie äußerst problematisch: "Erst wenige Stunden vor den wichtigen Relegationsspielen Klarheit zu schaffen, ist bedenklich. Jeder, der selbst einmal Leistungssport betrieben hat, weiß, welcher Druck damit verbunden ist. Aus sportlicher Sicht und aus Sicht der Fans kann man nur hoffen, dass die Bundesliga und die zuständigen Gremien aus der Geschichte lernen."