Hirscher Dritter im Super-G - Innerhofer siegte. Marcel Hirscher hat seine Chance auf den Gesamtsieg im alpinen Ski-Weltcup gewahrt. Der 23-jährige Salzburger wurde beim Saisonfinale in Schladming sensationell Super-G-Dritter und verringerte damit seinen Rückstand auf den Schweizer Spitzenreiter Beat Feuz, der ausschied, auf 75 Zähler. Hirscher fehlten am Ende sogar nur sechs hundertstel Sekunden auf Sieger Christof Innerhofer aus Südtirol.

Erstellt am 15. März 2012 (12:45)

Marcel Hirscher hat seine Chance auf den Gesamtsieg im alpinen Ski-Weltcup gewahrt. Der 23-jährige Salzburger wurde beim Saisonfinale in Schladming sensationell Super-G-Dritter und verringerte damit seinen Rückstand auf den Schweizer Spitzenreiter Beat Feuz, der ausschied, auf 75 Zähler. Hirscher fehlten am Ende sogar nur sechs hundertstel Sekunden auf Sieger Christof Innerhofer aus Südtirol.

Platz zwei ging den Franzosen Alexis Pinturault (+0,02 Sek.). Die kleine Kristallkugel für den Sieg in der Weltcup-Super-G-Wertung sicherte sich Aksel Lund Svindal. Der 29-jährige Norweger blieb als 16. beim Saisonfinale zwar ohne Zähler, da aber seine letzten verbliebenen Konkurrenten Didier Cuche (SUI/Neunter) und Feuz ebenfalls kein Spitzenresultat erreichten, reichte es für den Gewinn der Kugel.

Sensationsmann des Tages war aber Hirscher. Nach Platz zwei von Feuz in der Abfahrt hatten viele den Technikspezialisten aus Salzburg schon fast abgeschrieben. An einem prächtigen Sonnentag nutze Hirscher aber die Gunst der Stunde perfekt. Auf dem vom US-Coach drehend und fast schon riesentorlaufartig gesetzten Kurs wurde er sogar bester Österreicher.

Dabei hatte selbst ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel dem jungen Salzburger von einem Start abgeraten. "Bisher war ich im Super-G immer ein Hosenscheißer, hab's mir nie zugetraut. Ich habe ja keine Erfahrung", erzählte er. "Aber das heute war technisch, ich hatte nichts zu beweisen. Es war zudem hart und unten steil, da kann ich deutlich mehr herausholen, als wenn es geradeaus geht", sagte er. "Und die Stadion-Atmosphäre war einfach geil."

Dass er alle Spezialisten hinter sich gelassen hatte, war für Hirscher "unreal". Ob er nun Favorit im Kugelkampf sei, verneinte der Salzburger prompt. "Nicht unbedingt. Ich trau' dem Beat am Samstag im Riesentorlauf alles zu. Ein Ausfall von mir und schon schaut wieder alles ganz anders aus", sagte er fast deckungsgleich das, wovor am Vortag Feuz gewarnt hatte. Hirscher ist sonnenklar: "Ich habe heute voll attackiert und dieser Schiene muss ich treubleiben. Es wird spannend, egal was kommt."

Feuz nahm sein Malheur gefasst hin. "Es war ein unerwarteter Innenskifehler und schon bin ich dagelegen. Schade, denn ich fühlte mich besser als in der Abfahrt", sagte der Schweizer. Natürlich sei er enttäuscht, "denn ein weiteres gutes Rennen hätte mir eine gute Ausgangslage verschafft", bedauerte der 25-Jährige, der am Vortag als Abfahrtszweiter 135 Zähler zwischen sich und Hirscher gelegt hatte.

"Ich habe aber immer gesagt, dass Marcel schnell Super-G fahren kann", gab sich Feuz als fairer Verlierer. "Heute hat alles perfekt für ihn gepasst und er hat das gut gelöst. Jetzt sind die Vorteile sicher bei ihm und ich bin im Hintertreffen. Ich kann nur noch versuchen, im Riesentorlauf Punkte zu holen."