Erstellt am 11. Juli 2011, 00:00

Hypo tanzt Samba total. HANDBALL / Acht brasilianische Teamspielerinnen geben in der neuen Saison die heißen Rhythmen in der Südstadt vor.

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VON BERNHARD GARAUS

Der Rekordmeister und achtfache Europacup-Sieger Hypo Niederösterreich hat sich am Weg zurück an die Spitze in Europa einen starken Partner ins Boot geholt. Hypo schloss mit dem brasilianischen Verband einen Kooperationsvertrag ab, der ihnen acht aktuelle Nationalteam-Spielerinnen vom Zuckerhut garantiert. Neben Alé Nascimento, Dani Piedade und Fran Cararo kommen fünf weitere Brasilianerinnen: Ana Paula Rodrigues, Fernanda Franca da Silva, Silvia Pinheiro und Torfrau Barbara Arenhart sind bereits fix. Die fünfte brasilianische Spielerin Samira Da Silva Rocha ist aufgrund einer erlittenen Stressfraktur im Unterschenkel vorerst fraglich. Falls die Verletzung zu schwer sein sollte, kommt eine andere Spielerin als zusätzliche Verstärkung.

Die Brasilianer wollen mit der Kooperation fit für die heimische WM im Dezember werden und natürlich für die Olympischen Spiele 2012 in London. Und das geht am besten, wenn der Stamm der Mannschaft auch in einem Verein gemeinsam spielt. Am besten noch mit einem Weltklasse-Trainer wie Hypos Andras Nemeth. Der Coach ist vom Niveau des brasilianischen Nationalteams positiv überrascht gewesen, als er den klaren Sieg der Samba-Ladys gegen seine Ungarn bei einem Vorbereitungsturnier sah. Sie sind athletisch sehr stark. Und wenn sie taktisch und technisch noch besser werden, haben wir sicher eine starke Mannschaft, meinte Nemeth. Er wird auch eng mit Brasiliens Teamchef Morten Soubak kooperieren, in die Aufstellung wird sich der Coach aber nicht dreinreden lassen. Wer aus dem 20er-Kader zum Zug kommt, bleibt ganz in Nemeths Ermessen.

Rahmenbedingungen  in der Südstadt ideal

 

Hypo-Klubmanager Dieter Heger jubelt über die Kooperation: Für uns ist das eine Super-Sache! Es sind auch andere Vereine zur Debatte gestanden, wir haben aber das Rennen gemacht. Die Möglichkeiten in der Südstadt seien optimal, die Spiele in der Champions League ein perfekter Stresstest für die Brasilianerinnen.

Er sieht auch keine Probleme durch die Doppelbelastung Nationalteam - Klub. Spielerinnen auf diesem Niveau sind es gewohnt, viele Partien bestreiten zu müssen. Außerdem werde Nemeth im Training sicher für die nötigen Regenerationsphasen sorgen.

Der Vertrag ist vorerst für eine Saison unterzeichnet, soll aber bis 2016 fortgesetzt werden. Denn das Fernziel ist Olympia 2016, das ebenfalls in Brasilien stattfinden wird.

BALDAUF, ZVG