Innerhofer-Sieg in Garmisch vor drei Österreichern. Christof Innerhofer hat am Samstag einen österreichischen Dreifach-Erfolg in der verkürzten Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen verhindert. Der 28-jährige Südtiroler gewann auf der Kandahar-Piste 12 hundertstel Sekunden vor dem Salzburger Georg Streitberger, der Steirer Klaus Kröll (+0,16) und der Salzburger Hannes Reichelt (+0,36) kamen auf die Ränge drei und vier.

Erstellt am 23. Februar 2013 (15:19)

Für Innerhofer war es der sechste Weltcup-Sieg seiner Karriere, der vierte in der Abfahrt und dritte in dieser Saison. Im Gesamt-Weltcup führt vor dem Riesentorlauf am Sonntag weiter Titelverteidiger Marcel Hirscher aus Salzburg. Sein Vorsprung auf den Norweger Aksel Lund Svindal, der Abfahrts-Fünfter wurde, beträgt noch 169 Punkte.

Mit drei in den Top-Vier sowie neun von elf Fahrern in den ersten 18 gab die ÖSV-Speedfraktion eine deutliche Antwort auf die Kritik nach der medaillenlos gebliebenen Heim-WM. "Zumindest haben wir damit gezeigt, dass wir doch nicht so blind sind, wie wir dargestellt wurden", meinte Reichelt mit einem Lächeln. Und Streitberger frohlockte: "Für mich ist das ein Riesenerfolg. Ich weine einem verlorenen Sieg keine Sekunde nach."

Der Salzburger gab sich auch als Teamplayer. "Dem Klaus hätte ich's vergönnt, wenn ich vier Hundertstel langsamer gewesen wäre." Kröll zeigte gemischte Gefühle: "Diese vier Hundertstel bedeuten 20 Punkte. Das kann irgendwann viel ausmachen", erklärte der Steirer, der in der Abfahrtswertung trotzdem nur noch 38 Punkte hinter dem führenden Aksel Lund Svindal Vierter ist, weil der Norweger (5.) und der führende Dominik Paris (8.) patzten. "Ich muss weiter Druck machen, die Chance lebt", freute sich Titelverteidiger Kröll schon auf Kvitfjell.

Groß war der Jubel bei Innerhofer. Der Südtiroler machte sich bei immer sonniger werdendem Wetter auf der Kandahar wieder zu jenem "Winnerhofer", der er vor zwei Jahren auch bei der WM mit seinen drei Medaillen und Gold im Super-G gewesen war. "Das ist mein Hausberg. Und als 'Sonnenfahrer' konnte ich heute doppelt so viel riskieren, weil ich weiß, dass es hier immer gut für mich läuft", freute sich der Südtiroler.